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Bitterer, aber nicht zu umgehender Schritt: 30-köpfige Gruppe aus Polen muss zu Hause bleiben

Keine Räume – JMS sagt Jugendbegegnung ab

Bad Münder (jhr). Lange geplant, jetzt abgesagt: Der Besuch einer rund 30-köpfigen Gruppe junger polnischer Musikschüler in Bad Münder. Der deutsche Partner, die mündersche Jugendmusikschule (JMS), zog die Reißleine, nachdem sie keinen Zugriff auf die notwendigen Räume in Bad Münder mehr hat.


Für die Verantwortlichen der JMS war die Absage ein bitterer, aber nicht zu umgehender Schritt, wie Musikschulleiter Timo Christian betont. „Ursprünglich war der erste Besuch des Austauschs für Juni geplant, musste dann aber von polnischer Seite verschoben werden. Wir wussten zwar um unsere eventuell veränderte Raumsituation, hatten aber bei der Terminverlegung im April nicht erwartet, dass es sich so dramatisch entwickeln würde“, sagt Christian. Inzwischen sei die Situation so verfahren, dass für den beabsichtigen Besuch der jungen Polen und gemeinsame Workshops mit jungen münderschen Musikschülern keine geeigneten Räume zur Verfügung stehen würden. „Wir können beispielsweise die Räume in der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule am Wochenende oder in den Ferien nicht nutzen“, so der Musikschulleiter.

Initiiert worden war die Schüler-Begegnung auf musikalischer Ebene von Jochen Krehnke, der auch als Motor der ursprünglich von der Abraham-Lincoln-Schule ins Leben gerufenen Begegnungen mit jungen polnischen Schülern aus Ryczywól gilt. Für die Begegnung mit den jungen polnischen Musikschülern aus dem Bereich Poznan hatten die münderschen Verantwortlichen bereits ein komplettes Programm mit einem großen gemeinsamen Konzert im Martin-Schmidt-Saal am 21. November vorbereitet, auch die Förderung der Jugendbegegnung war bereits gesichert: Das Deutsch-Polnische Jugendwerks wollte Geld beisteuern, weil die Intention der Begegnung genau der des Jugendwerkes entspricht: die Menschen und die Kultur des Nachbarn kennenzulernen, Freundschaften zu knüpfen und Vorurteile zu überwinden.

„Der Vorteil dieser Begegnung ist, dass die Jugendlichen auch bei eventuellen Sprachbarrieren ein gemeinsames Interesse haben: Das gleiche Instrument, die Freude an der Musik“, erläutert Christian. Er hofft, dass sich im kommenden Jahr die Jugendbegegnung durchführen lässt – die Münderaner haben ihre Ansprechpartner in Polen darüber informiert, dass sie gerne im nächsten Jahr einen neuen Anlauf starten wollen: „Wir hoffen, dass wir bei den polnischen Partnern auf Verständnis stoßen. Schließlich ist die Situation dort eine vollkommen andere: Der Unterhalt der Musikschule ist eine staatliche Aufgabe, die Finanzierung gesichert.“



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