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Verein zur Förderung der Jugendarbeit in der Samtgemeinde hat sich aufgelöst

Keine Perspektive mehr

Samtgemeinde Niedernwöhren. Lange hat man nichts mehr vom „Verein zur Förderung der Jugendarbeit in der Samtgemeinde“ gehört. Kein Wunder, denn das Gremium, das sich vor mehr als zehn Jahren gründete, existiert nicht mehr. Das teilte der ehemalige Vorsitzende Adolf Deterding auf Nachfrage mit. Die Entscheidung sei vor einiger Zeit gefallen, „weil es keine Perspektive“ mehr für die Arbeit gegeben habe.

Autor:

Kirsten elschner

Damit gibt es kein gemeindeübergreifendes Gremium mehr in Niedernwöhren, das sich ausschließlich dem Thema Jugendarbeit annimmt. Jedenfalls ist Samtgemeindebürgermeister Marc Busse so etwas nicht bekannt. „Die Jugendarbeit in den einzelnen Gemeinden scheint gut zu laufen“, sagt er und verweist unter anderem auf die einzelnen Dorfjugenden, die recht aktiv seien. Trotzdem meint er: Es wäre natürlich wünschenswert, wenn es eine übergreifende Institution gäbe, weil man dann gewisse Projekte besser bündeln könnte. Die Auflösung des Vereins war ihm nicht bekannt.

Gegründet wurde dieser von Privatleuten. Aus dem Verein ist das Jugendcafé in Nordsehl entstanden. Ein Treffpunkt für Jugendliche aus der Samtgemeinde, der am Anfang noch zweimal wöchentlich in den Räumen am Kindergarten geöffnet war. Erst lief es ganz gut, aber als dann der Treffpunkt in neue Räume beim Nordsehler Hallenbad umzog, ließ das Interesse nach.

Bereits 2011 berichtete Deterding davon, dass viele Jugendliche mittlerweile 18 Jahre geworden waren und wegblieben – unter anderem, weil es im Treff klare Regeln gab: kein Alkohol und keine Zigaretten. Schon damals gab es Überlegungen, den Verein aufzulösen, man entschied sich aber dagegen, um Jugendlichen und Vereinen weiter einen Platz zu bieten. Bis heute nutze noch eine Gruppe junger Musiker die Räume zum Proben, sagt Deterding.

Nach mehreren vergeblichen Versuchen, den Treff wieder zu beleben – auch mit einer Dorfjugend, die in Nordsehl mal im Aufbau war – habe man eingesehen, dass es einfach nicht funktioniere. Auch, wenn es schade sei, meint Deterding.




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