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Blick ins Erdinnere ist umsonst

Keine Hinweise auf Wüstung "Hohnhorst"

Liekwegen (gus). Des einen Freud, des anderen Leid: Bei Sülbeck sind keine Relikte einer verschwundenen Siedlung gefunden worden. Deshalb kann der Bau eines Regenrückhaltebeckens pünktlich beginnen.

Nachgeschaut und nichts gefunden - das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege hat bei Liekwegen keine neuen Hinweise auf die hochmittelalterliche Siedlung "Hohnhorst" gefunden. Das hat den Vorteil, dass die Gemeinde Nienstädt wie geplant mit dem Bau eines Regenrückhaltebeckens beginnen kann. Das Vorhaben, dort ein Staubecken für Hochwasser zu errichten, hat dazu geführt, dass das Landesamt sicherheitshalber nachschauen wollte. Schließlich sind nach Worten Harald Nagels bereits Mitte des 20. Jahrhunderts Keramikteile in dem Gebiet im unteren Teil Liekwegens entdeckt worden. Diese stammen nach Expertenmeinung von einerWüstung aus dem 10. Jahrhundert, die urkundlich erwähnt ist - als "Hohnhorst". Seither hat die Behörde ein Auge auf alle Bautätigkeiten dort. Damit nicht versehentlich die Überreste der Wüstung für immer vernichtet werden. Mit dem Bagger sind gestern fünf sogenannte Suchschnitte gezogen worden. Nagel hat diese inspiziert und nur "modernen Krams" gefunden, wie er es ausdrückte. Holzkohle beispielsweise, aber mit Sicherheit von Feuerstellen jüngeren Datums, so Nagel. Anschließend baute der Forscher ein GPS-Gerät auf, um den untersuchten Bereich erfassen zu lassen. Drumherum wird nun aber nicht weitergegraben. Nach Worten Nagels ist es ohnehin möglich, dass die Überbleibsel der Wüstung unter der ehemaligen Liekweger Müllkippe verschwunden sind. Nienstädts Gemeindedirektor Rolf Harmening wertet das Ergebnis positiv. So aufregend historische Funde gewesen wären, so froh ist der Verwaltungschef darüber, dass keine Verzögerungen für das Regenrückhaltebecken eingetreten sind. Hätten die Denkmalpfleger Gegenstände aus dem Hochmittelalter gefunden, hätten diese gesichert werden müssen. Dafür seien nämlich bereits alle Genehmigungen eingeholt worden. Doch auch diese Baumaßnahme lässt noch etwas warten. Laut Harmening wartet die Gemeinde noch auf Zuschüsse. Eventuell werde noch vor dem Jahresende mit dem Buddeln begonnen.




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