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36 Plätze sind ab dem Jahr 2013 nötig / Kiga Sülbeck: Krippengruppe im Parterre, zwei Regelgruppen im Obergeschoss

Keine „Auslagerung“ beim Krippen-Umbau

Sülbeck (gus). Der Kinder- und Jugendausschuss der Gemeinde Nienstädt hat dafür plädiert, eine Gruppe für Kinder unter drei Jahren im Kindergarten Sülbeck zu installieren. Dort soll es fortan nur noch zwei Gruppen für Drei- bis Sechsjährige geben. Der nötige krippengerechte Umbau dürfte einiges mehr als 100 000 Euro kosten.

Pläne sehen vor, die Sülbecker Krippengruppe im Erdgeschoss unterzubringen. Damit ist vom Tisch, einen Fahrstuhl einzurichten. Die Krippe befindet sich laut Plan in den Räumen zur Straße hin, dort wird unter anderem ein Schlafraum für die Mittagsruhe ausgestattet. Eine Toilette im Parterre wird nicht mehr benötigt und zu einem Abstellraum umfunktioniert.

Im Obergeschoss der Kindertagesstätte (Kita) sollen die beiden Kindergartengruppen betreut werden. Dort sind ebenfalls umfängliche Umbauarbeiten nötig. Die Baukosten sollen zum Großteil mit Zuschüssen bezahlt werden. Maximal 95 000 Euro stehen nach Angaben Harmenings in Aussicht.

Während der Bauzeit sollte der Sülbecker Kindergarten zunächst mit zwei Gruppen fortgeführt werden. Auch dies ist jetzt nicht mehr aktuell, weil es den Jungen und Mädchen, die bereits jetzt in Sülbeck betreut werden, nicht zugemutet werden soll, auf andere Kitas verteilt zu werden, wie Gemeindedirektor Rolf Harmening erklärte.

Kindergartenleiterin Peggy Jasbinschek hatte die Lösung parat. Der Bewegungsraum soll vorübergehend das feste Domizil einer der jetzigen Regelgruppen werden. Laut Harmening wären ansonsten erhebliche Elternproteste gegen die „Ausbürgerung“ zu erwarten gewesen. Die Gemeinde Nienstädt muss 36 bis 37 Krippenplätze ab 2013 bereithalten. 105 Kinder gibt es dann im Alter von einem bis drei Jahren. Laut Berechnungen des Bundes genügt ein Angebot von 35 Prozent der Gesamtkinderzahl. In Liekwegen existiert eine bis zu 15 Kinder umfassende Krippengruppe. Dieselbe Größe ist für Sülbeck geplant. Auch Tagesmütter können in den Bedarf eingerechnet werden.

Ein Jahr ist es her, dass der Fachausschuss bereits über das Thema diskutiert hatte. Bereits vor zwölf Monaten hatte sich eine Entscheidung für eine Krippengruppe zulasten einer Regelgruppe angebahnt. Die Bedenken von Eltern lauteten seinerzeit, dass einige Sülbecker Kinder deshalb fortan in Liekwegen betreut werden müssten. Dem entgegneten die Politiker, dass in der Gemeinde ausreichend Betreuungsplätze für Drei- bis Sechsjährige bestehen und die Liekweger Kita als ortsnah zu bezeichnen ist.




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