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Überwiegend bekannte Gesichter – Wählergemeinschaft stellt Kandidaten für Wahl im September auf

Kein Zweifel an neuen Mehrheiten

RINTELN. Fünf Sitze hat die WGS derzeit im Rat. Im Vorstand des WGS-Stadtverbandes geht man davon aus, dass es nach den Kommunalwahlen im September ein Sitz mehr werden könnte. Auch bei der WGS hat niemand Zweifel, dass sich die Mehrheiten im Rintelner Rat nach den Kommunalwahlen verändern werden.

Die WGS demonstriert nach der Einlistung ihrer Kandidaten für Rintelner Rat, Ortsräte und Kreistag am Montagabend im Hotel „Stadt Kassel“ solides Selbstbewusstsein. „Wir haben die Zahl unserer Kandidaten verdoppelt, ebenso die Zahl der Frauen auf unseren Listen“ (neun Damen kandidieren) schilderte Heinrich Sasse am Telefon: „Wir hatten keine Probleme, gute Kandidaten zu finden.“

Sasse ist überzeugt, ein Grund dafür sei, „dass die Bürger erkannt haben, die WGS hat im Rat eigene konstruktive Vorstellungen und Ziele, sie hakt nach und nickt nicht nur einfach ab.“

Anders als die SPD schloss der WGS-Stadtverband am Montagabend bei der Einlistung die Presse aus. Es sei eine interne Veranstaltung, war im Vorfeld zu hören. Probleme habe es nicht gegeben, schilderte Vorstandsmitglied Hartmut Bauer gestern, in zwei Stunden sei alles gelaufen. Auch weil man strittige Fragen bereits in Vorgesprächen geklärt habe. Bei der Listenaufstellung gab es wenig Überraschungen. Auch die WGS setzt (wie die SPD) vor allem auf bekannte Gesichter: Die Kernstadtliste mit 19 Kandidaten führt Gert Armin Neuhäuser an, auf Platz zwei steht Bezirksschornsteinfeger Björn Rinne aus Todenmann, auf Platz drei der Orthopäde Hermann Moschner.

Die Top-Position der Außenliste mit 21 Kandidaten hält Heinrich Sasse, dann folgen der Stadtverbandsvorsitzende Dieter Edler und Antje Rinne.

Bis auf Taubenberg hat die WGS für alle Ortsteile eigene Kandidaten gefunden. Zum ersten Mal, schilderte Edler, habe man auch Kandidaten für Todenmann (Björn Rinne), Möllenbeck (Iris Melzer), Krankenhagen-Volksen (Sven Kielgas und Timo Sandmann) und Hohenrode-Strücken (Stefan Schmidt).

Edler, der für die WGS das Wahlmanagement macht, wies darauf hin, dass die Aufstellung von Kandidaten in Ortsteilen, in denen bisher keine Mandate erworben worden sind, einen nicht unerheblichen bürokratischen Aufwand mit sich bringt. So müssen in den Ortsteilen Unterstützerunterschriften gesammelt werden, dafür gibt es eigene Formulare bei der Wahlbehörde. Die Unterschriften wiederum werden im Bürgerbüro geprüft.

Den Spitzenplatz auf der Kreisliste mit zwölf Kandidaten hält das bisherige Kreistagsmitglied Heinrich Sasse, gefolgt von Dieter Edler, Antje Rinne und Timo Sandmann. Neuhäuser steht hier auf dem letzten Platz. (Beim Landkreis wird am 7. Juni eingelistet.)

Über Themen, schilderte Sasse, habe man am Montag nicht gesprochen. Eine entsprechende Konferenz soll noch stattfinden. Als großes übergeordnetes Ziel der WGS nannte Sasse, „Rinteln noch lebenswerter machen“. Ein vergleichbares Motto hatte auch die SPD gewählt. Wo die Unterschiede liegen, zeigen erst die Details. So will die WGS neue Baugebiete auch auf den Dörfern ausweisen („wo Bedarf ist“), die Stadtentwicklung vorantreiben („für die Fußgängerzone brauchen wir ein neues Konzept“) und Demografie wie Integration zum Thema machen („Mit der Einstellung einer Integrationsbeauftragten ist es nicht getan.“).wm




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