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Projektgesellschaft zieht Antrag zurück

Kein Windpark für Nordsehl

Nordsehl. Die Windrad-Gegner in Nordsehl können aufatmen: Nach langem Hin und Her sind die Pläne, im Bereich Nordsehl-Niedernwöhren einen Bürgerwindpark zu errichten, offenbar endgültig vom Tisch. Die eigens für dieses Vorhaben gegründete Lambeeke Windpark Entwicklungs-GbR hat ihren Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplans zurückgezogen. Grund sind Bedenken bezüglich der Luftfahrt-Sicherheit, teilt Samtgemeindechef Marc Busse mit.

Wie berichtet hatte die Projektgesellschaft – bestehend aus mehreren Grundstückseigentümern der angedachten Flächen – seit mehr als zwei Jahren geplant, in der Nähe des Mittellandkanals etwa fünf bis sechs Windräder zu errichten. Diese Pläne waren einigen Naturschützern und Einwohnern Nordsehls sauer aufgestoßen, die sich daraufhin in einer Initiative mit dem Titel „Gegenwind“ zusammengeschlossen hatten. Sogar von juristischen Schritten war zwischenzeitlich die Rede. Unter anderem sahen die Naturschützer Rotmilane, Störche und andere Vogelarten in der betreffenden Region bedroht.

Jetzt sollte es allerdings keinen Grund mehr für diesen „Gegenwind“ geben. Die Forderungsschilder der Windpark-Gegner mit dem Slogan „Kein Windpark in Nordsehl“ (Bild) werden wahr. Wie Busse bestätigt, hat die Lambeeke-GbR ihren Antrag zurückgezogen. Gegenstand dieses Antrages war, die komplette Samtgemeinde auf Vorrangflächen für Windräder zu überprüfen und entsprechend den Flächennutzungsplan zu ändern. In den einzelnen Kommunen hatte das zum Teil für Diskussionen gesorgt, denn der F-Plan betrifft grundsätzlich alle Mitgliedsgemeinden.

Dabei ging es der Projektgesellschaft, wie Busse schildert, von Anfang an ausschließlich um einen Windpark im Bereich Nordsehl-Niedernwöhren.

Nachdem die Stellungnahme der Mitgliedsgemeinden unterschiedlich ausgefallen war, hatte der Samtgemeinderat die Entscheidung über den Antrag vertagt – mit dem Argument, den neuen Windenergieerlass des Landes Niedersachsen abwarten zu wollen. Im langfristigen Haushalt waren aber für die Erstellung eines samtgemeindeweiten Windenergiekonzeptes schon Summen im fünfstelligen Bereich berücksichtigt worden. Gespräche mit den Behörden der Bundeswehr ergaben dann aber, dass aufgrund der Nähe zum Flugplatz in Achum kein Windpark in Nordsehl möglich sei, sagt Busse. Daraufhin habe die GbR ihren Antrag zurückgezogen. Damit bleiben die im F-Plan ausgewiesenen Vorrangflächen für Windräder bis auf Weiteres so, wie sie sindkil




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