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Ruhe nach Querelen am alten Standort / Entscheidungüber Dach steht noch aus

Kein Unterstand am neuen Bolzplatz - Hohenrodes Jugend steht im Regen

Hohenrode (mav). Randale von Jugendlichen auf der einen Seite, Abbau des Daches am Unterstand für Jugendliche auf der anderen Seite: Das Thema "Jugendtreffpunkt" steht in Hohenrode seit einigen Wochen ganz weit oben.

Ein idyllisch gelegener Bolzplatz mit Blick auf die Schaumburg -

Im Dorf wird den jungen Mitbewohnern einiges geboten, wie sie ihre Freizeit verbringen können. Im Dorfgemeinschaftshaus können sie sich sportlich im Tischtennisverein betätigen. Die musikalisch Interessierten haben die Möglichkeit, an den regelmäßigen Proben der Kapelle teilzunehmen. Zudem bietet der Reiterhof Abwechslung, der sich sowohl Dorfbewohnern als auch Mitgliedern aus Nachbarorten öffnet. Fußballbegeisterte haben sich traditionell immer auf dem Spiel- und Festplatz verabredet. Diese Wiese war der zentrale und beliebte Treffpunkt für Jugendliche gewesen. Nachdem es aber von Anwohnern ständig Beschwerden gegeben hatte, wurde das Bolzen auf dem Platz verboten und das Dach vom Unterstand für Jugendliche wurde auf Anweisung des Ortsrates abgeschraubt - den jungen Dorfbewohnern wurde gezeigt, dass sie hier unerwünscht sind. Immerhin, die Jugendlichen erhielten einen neuen Bolzplatz am Rande des Ortes. "Den nutzen wir auch fast täglich, wir haben sogar einen eigenen Fußballclub gegründet", erzählt Felix Söffker (13). Auch Ortsbürgermeister Helmut Dörjes ist überzeugt, dass der neue Bolzplatz ein guter Alternativ-Treffpunkt ist: "Das klappt fantastisch." Auf den ersten Blick scheint Ruhe eingekehrt zu sein. Dennoch, einen neuen Unterstand, der den Schülern Schutz vor Niederschlägen bietet, gibt es auf dem neuen Bolzplatz noch nicht. "Da müssen noch Gespräche laufen, eine spezielle Versammlung dafür steht aber in Planung", erklärt Dörjes. Für dieses Zusammentreffen sollen Ortsratsmitglieder, Anwohner des neuen Bolzplatzes, drei bis vier Jugendliche, sowie ein oder zwei Stadtvertreter eingeladen werden. Die Probleme mit dem Unterstand spitzen sich dadurch zu, dass es nicht "die Jugendlichen" im Ort gibt, sondern sie sich untereinander uneinigüber die Zukunft eines Unterstandes sind. Die einen wollen einfach nur Fußball spielen und sind gegen eine Hütte, um zu vermeiden, dass daraus eine Müllablage entsteht. Die anderen fordern ein Dach über dem Kopf für ihre Treffen an der frischen Luft. "Auch das wird auf dieser geplanten Versammlung besprochen, wir wollen dort gemeinsam eine Lösung finden, mit der alle zufrieden sind", berichtet Dörjes. Obwohl es schon oft Beschwerden über Randale von Jugendlichen im Ort gab, will Dörjes den jungen Dorfbewohnern eine neue Chance geben und ist überzeugt, dass sie nicht einfach im Regen stehen gelassen werden sollten. Auch Stadtjugendpfleger Peter Luhden hat sich für einen Unterstand auf dem neuen Bolzplatz ausgesprochen.

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