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Gremium legt Querelen vor Versammlung bei / Vize Lohmann entschuldigt sich für Alleingänge

Kein Knall: IGBN-Vorstand bleibt im Amt

Bad Nenndorf (rwe). Der große Knall ist ausgeblieben. Der Vorstand der Interessengemeinschaft Bad Nenndorf (IGBN) bleibt im Amt. Vorsitzender Henning Jürgens, Schatzmeister Reinhard Schreeck, Schriftführerin Nadine Fischer und Vorstandsmitglied Jutta Rohrsen haben in der Jahresversammlung den Rückzug vom angekündigten Rückzug angetreten und sind weiter mit an Bord, genau so wie Vize Frank Lohmann, der von den Kollegen wegen seiner Alleingänge heftig kritisiert worden war.

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Die Wogen sind geglättet, doch von Friede, Freude, Eierkuchen war in der Jahresversammlung der Bad Nenndorfer Interessengemeinschaft wenig zu spüren, auch wenn der Vorstand laut Chef Henning Jürgens "zum Wohl der Stadt und des Vereins" geschlossen weitermacht bis zur nächsten Wahl 2009. Was danach kommt, ließ eroffen. Es war jedenfalls gelungen, in den vergangenen Tagen hinter den Kulissen die tiefen Risse in dem geschäftsführenden Gremium zu kitten. Anfang März hatte Jürgens öffentlich den Rücktritt von vier der fünf Vorstandsmitglieder angekündigt, nachdem sich sein für den Handel zuständiger Stellvertreter Frank Lohmann öffentlich in die Debatte um den B 65-Ausbau eingeschaltet hatte. Dabei sei es nicht um die Sache gegangen, so Jürgens. Er monierte, dass Lohmann das Vorgehen bei solch einem sensiblen Thema nicht im Vorstand abgesprochen hatte. "Das hat uns sehr aufgeregt." Allerdings habe es mehrere Gespräche gegeben, sein Stellvertreter habe sich entschuldigt. Jürgens übte aber auch Selbstkritik. "Ich habe wohl etwas Führungsstärke vermissen lassen", bezeichnete er sich in diesem Zusammenhang als "etwas zu harmo nie bedürftig". "Es gibt nur eine Aussprache, keine Neuwahl", stellte Jürgens klar. Aber auch die Aussprache entfiel. Keines der Mitglieder äußerte sich dazu. Das überraschte auch den Vorsitzenden. "Da ballt wohl mancher die Faust in der Tasche." Mit Blick auf die Querelen war er "von einer gesteigerten Erwartungs hal tung" ausgegangen. Doch es flogen keine Fetzen. Allerdings gibt es nicht nur in der Vorstandsarbeit unterschiedliche Auffassungen. Daraus machte Jürgens keinen Hehl in seinem Jahresbericht, in dem er Bad Nenndorf eine gute Entwicklung attestierte und die Stadt peu à peu auf dem richtigen Weg sah. Geschäftsleute und Gastgeber hatten am Vorstand vorbei eigene Aktionen auf die Beine gestellt. Details nannte Jürgens nicht. Das Vorgehen sei legitim, dennoch übte der Vorsitzende Kritik an dem Verhalten. Er appellierte an die Initiatoren, die IGBN einzubeziehen. Auch die Bürgermeisterin lud die Mitglieder ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. "Dazu gibt es viele Gelegenheiten, sagt sie in ihrem Grußwort, das zugleich Schlusswort war. Stadt, Kur- und Tourismusgesellschaft und IGBN hätten viele Berührungspunkte. Olk: "Lassen Sie uns miteinander reden, nicht übereinander."



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