weather-image
Stadt und Mineralölfirma suchen nach Kompromiss für kleinen Gewerbepark mit Tankstelle

Kein Einzelhandel an der Bundesstraße

Bad Münder (st). Tanken, essen, shoppen – in Eike Mönnekes Vorstellung eine gewinnbringende Kombination. Die Eimbeckhäuser TAS-Tankstelle seiner Mineralölfirma aus Delligsen würde der Geschäftsmann gerne – eingebettet in einen kleinen Gewerbepark – an die entstehende Umgehung im Zuge der Bundesstraße 442 in die Nähe von Rohrsen verlegen. Doch decken sich seine Vorstellungen von dem kleinen Gewerbepark nicht so ganz mit denen der Stadt – wie sich nach Präsentation erster Planungen herausgestellt hat.


Mönneke fühlt sich von der Stadt in seinem Vorhaben etwas ausgebremst. „Grundsätzliches Interesse ist da, aber nur zu deren Bedingungen“, sagt Mönneke. „Die Stadt zeigt sich wenig kompromissbereit. Das macht uns das Leben schwer.“

Unter anderem würde die Stadt nicht mit sich reden lassen, was die Ansiedlung von Einzelhandel an der Bundesstraße angehe, sagt der Geschäftsmann – das sei tabu. „Aber bei einer Stadt mit weniger als 25 000 Einwohnern haben wir einfach nicht die Wahl“, so Mönneke. Da müsse man nehmen, was kommt – und wenn es ein Lebensmitteldiscounter sei. „Wir sind hier ja nicht bei ,Wünsch Dir was!‘ Wenn das so wäre, würde ich mir McDonald‘s wünschen.“

Wirtschaftsförderin Anika John erklärt die Sicht der Stadt: „Wir sind vor allem mit Lebensmitteleinzelhandel bis ans Limit besetzt. Und gerade auf der grünen Wiese können wir uns eine weitere Ansiedlung nicht vorstellen. Da hat die Wiederbelebung von Geschäften in der Innenstadt eindeutige Priorität.“

Mönneke kann diese Begründung nicht nachvollziehen. „Die Stadt versucht seit Jahren etwas zu schützen, das gar nicht da ist. Sonst wären die Münderaner ja nicht schon ewig nach Springe zum Einkaufen gefahren“, so Mönneke. Er ist der Meinung, der Markt müsse sich hier selber regulieren. „Wenn es städteplanerische Argumente geben würde, die könnte ich verstehen, aber zum Schutz des Einzelhandels? – Nein.“

Mönneke hat mittlerweile das Gefühl, die Stadt würde auf seine geplante Ansiedlung an der Umgehungsstraße gar keinen Wert legen. John widerspricht: „Wir möchten Herrn Mönneke in seinem Vorhaben unterstützen – wir befürworten das Projekt. Ich bin mir sicher, dass wir zu einer Einigung kommen werden.“



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt