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Tierschützer aus Bückeburg, Minden und Porta Westfalica hegen einen furchtbaren Verdacht

Katzenklau immer bei Straßensammlungen?

Bückeburg. Stehen Katzendiebstähle im Zusammenhang mit Altkleidersammlungen für vermeintlich wohltätige Zwecke? Tierschützer aus Bückeburg und den Nachbarstädten Minden und Porta Westfalica hegen einen furchtbaren Verdacht. Gleich mehrmals fiel das Verschwinden von Hauskatzen zeitlich zusammen mit ominösen Sammelaktionen. Bundesweit warnen bereits seit Monaten zahlreiche Tierschutzorganisationen vor Tierdiebstählen in Zusammenhang mit Altkleidersammlungen.

Autor:

Johannes Pietsch

Drei Tage war Elvis, der Kater von Christine Schafmeister aus Porta Westfalica-Barkhausen, verschwunden. Dann entdeckte ihn seine Besitzerin in einer Lebendfalle etwa fünfzig Meter von ihrem Grundstück entfernt. Die Falle war so geschickt in einer Hecke versteckt, dass sie ohne das Wimmern des halb verdursteten Tieres vermutlich nicht aufgefallen wäre. Christine Schafmeister erstattete Anzeige gegen Unbekannt und übergab die Falle der Polizei. Zeitgleich verschwanden zwei weitere Katzen, nur eine tauchte bislang völlig verstört wieder auf. Mindener Tierschützer brachten die Katzendiebstähle in Zusammenhang mit einer Straßensammlung, für die zu genau dieser Zeit in Porta Westfalica Wäschekörbe verteilt worden waren. Recherchen im Internet ergaben, dass auffällig oft Katzen verschwinden, wenn in dem betreffenden Gebiet zugleich Altkleidersammlungen stattfinden. Offen bleibt allerdings, ob die Sammler selbst zu den Tätern zählen oder ob diese Tierfänger Sammlungen abwarten, um keinen Verdacht zu erregen, wenn sie von Fahrzeugen aus die Gegend nach Haustieren auskundschaften. Unter www.haustierdiebstahl-in-deutschland.de, , www.tiere-werden-geklaut.de und www.tierdiebstahl.de wird mittlerweile ausdrücklich vor Altkleidersammlungen gewarnt. So wurde bereits für die erste Kalenderwoche des Jahres 2007 eine Warnung für Porta Westfalica herausgegeben, ebenso für Hannover, Barsinghausen, Lemgo und Espelkamp. Auf den Internetseiten werden auch die Methoden der Tierfänger beschrieben, die unteranderem Lebendfallen und Duftstoffe zum Ködern einsetzen. Bundesweit wird an die Kommunen appelliert, derartige Haussammlungen flächendeckend zu verbieten. Ausdrücklich ruft Monika Hachmeister, Vorsitzende des Tierschutzvereins Bückeburg-Rinteln, die Bevölkerung zur Wachsamkeit bei Altkleidersammlungen auf und dazu, alle verdächtigen Beobachtungen sofort der Polizei und dem Tierschutzverein zu melden. Das Augenmerk solle nicht nur auf unaufgefordert abgestellte Wäschekörbe gerichtet werden, sondern auch auf verdächtige Fahrzeuge, insbesondere Kombis und Lieferwagen mit auswärtigen Kennzeichen, die langsam durch Wohngebiete fahren. Die Tierschutzvereins-Vorsitzende empfiehlt außerdem dringend, Haustiere mit Hilfe von Chip oder Tätowierungsnummer registrieren zu lassen. Das helfe zwar im Ernstfall nicht gegen Diebstahl, jedoch werden manche Tiere auch wieder ausgesetzt und gelangen mit Hilfe der Registrierung wieder nach Hause.




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