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Geflügelpest auf landwirtschaftlichen Hof in Beber / Desinfektionsschleusen jederzeit einsatzbereit

Katastrophenschutzeinheit probt den Ernstfall

Beber (oe). Mit einem Großaufgebot an Personal, Material und Fahrzeugen rückte die Katastrophenschutzeinheit der Feuerwehr des Landkreises Hameln-Pyrmont nach Beber aus. Das angenommene Szenario war ein Tierseuchenbefund (Geflügelpest) auf einem landwirtschaftlichen Betrieb.

Das gesamte Material für die Übung in Beber musste aus Marienau

Der Landkreis betreibt zum Schutz gegen Tierseuchen zwei Desinfektionsschleusen, die im Katastrophenschutzzentrum Marienau gelagert sind. Um Tierseuchen und Pandemien zu verhindern, muss die Übertragungskette so schnell und effektiv wie möglich unterbrochen werden.

Alle Fahrzeuge, die einen betroffenen Betrieb verlassen, müssen keimfrei sein. Um auch längere Fahrzeuge abzufertigen, wird in der Regel eine gerade Strecke von 60 Metern benötigt, um die beiden Wannen (Reinigen und Desinfizieren) aufzubauen.

Eine solche Strecke stand am Friedhof als Zufahrt zum Hof der Familie Otte-Kinast zur Verfügung. Um aber auch unter erschwerten Bedingungen zu üben, gab die Einsatzleitung eine weitere Schleuse vor, die an der Zufahrt zum Hof im Ort aufgebaut werden sollte.

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Dort standen knapp 30 Meter für eine gerade Strecke zur Verfügung. Es durfte kein Zentimeter verschenkt werden, die Becken mussten exakt in der Flucht ausgerichtet werden.

Jegliches Verbrauchsmaterial, auch mehrere tausend Liter Wasser wurden mitgebracht. Jede Schleuse besteht aus drei Bereichen. An der ersten Station werden die Fahrzeuge mit einem Hochdruckreiniger vorgereinigt.

Dann geht es weiter zum Desinfektionstor, unter dem Fahrzeuge großflächig mit Desinfektionsmittel besprüht werden. An der dritten Station werden die Räder und Radkästen mit speziellen Schaumpistolen desinfiziert.

Etwas weiter abseits richtete sich der ABC-Zug ein, Dort wurden die gelben Einmal-Anzüge und Atemschutz angelegt. Das Ziel der Übung war, die Betriebsbereitschaft der Schleusen und Dekontaminationsstellen in zweieinhalb Stunden nach der Alarmierung herzustellen. In Beber war die erste Schleuse bereits nach knapp zwei Stunden einsatzbereit. Auch Stadtbrandmeister Carsten Koch zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. Im Ernstfall und bei längerer Einsatzdauer wäre das Personal von Kräften der örtlichen Feuerwehren in einem Schichtplan abgelöst worden.

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