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Kasel zum Priestergewand

Rinteln (who). Dieses wertvolle Fundstück gehört zur aktuellen Sonderausstellung in der Eulenburg – Museum Rinteln. Noch bis zum 28. Februar ist es im Rahmen der Sonderausstellung „Meisterwerke der Kunststickerei“ zu sehen. Die sogenannte Kasel oder Casula (abgeleitet von Casa, das Haus) gehört als Überwurf zum Messgewand eines Priesters und dürfte um 1640 angefertigt worden. Die aufwendige Textilarbeit mit reliefartig gearbeiteten Figuren aus unterfüttertem Stoff zeigt eine Kreuzigungsszene. Gott Vater schaut dabei herunter auf den gekreuzigten Christus.

Rinteln (who). Dieses wertvolle Fundstück gehört zur aktuellen Sonderausstellung in der Eulenburg – Museum Rinteln. Noch bis zum 28. Februar ist es im Rahmen der Sonderausstellung „Meisterwerke der Kunststickerei“ zu sehen. Die sogenannte Kasel oder Casula (abgeleitet von Casa, das Haus) gehört als Überwurf zum Messgewand eines Priesters und dürfte um 1640 angefertigt worden. Die aufwendige Textilarbeit mit reliefartig gearbeiteten Figuren aus unterfüttertem Stoff zeigt eine Kreuzigungsszene. Gott Vater schaut dabei herunter auf den gekreuzigten Christus. Die beiden Männergestalten neben dem Kreuz sollen die beiden Apostel Petrus und Paulus darstellen, obwohl Paulus zurzeit der Kreuzigung Jesu Christi noch kein Apostel gewesen ist.

Zu Füßen des Gekreuzigten sind der Apostel Johannes, Maria die Mutter Jesu und Maria Magdalena abgebildet. Die Wappen neben dem Kreuz gehören zu den thüringischen Adelsfamilien von Kochberg und Brandenstein.

Die Kasel als solche wurde und wird in unterschiedlichen Ausführungen entsprechend der liturgischen Vorgaben des Kirchenjahres von den Geistlichen der katholischen Kirchen getragen. Aber sogar noch nach der Reformationszeit ist sie bis heute in manchen protestantischen deutschen Landeskirchen in Gebrauch. Allerdings in wesentlich schlichterer Ausführung als unser Fundstück in der Ausstellung in der Eulenburg.

Letzte Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen und sich vielleicht auch die prächtige Kasel näher erläutern zu lassen, ist am Sonntag. 28. Februar, ab 15 Uhr. Annemete von Vogel als Urenkelin von Clementine von Münchhausen wird zur Abschlussveranstaltung Meisterwerke der Stickkunst aus der persönlichen Fertigung sowie aus der Sammlung ihrer Urgroßmutter Clementine von Münchhausen vorstellen, die ein Großteil der Ausstellung ausmachen.




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