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Tausende Tiere verendet / Entwässerung der ausgebrannten Halle im Hafen Berenbusch erfolgte über die Rennriehe und die Aue

Karpfen, Rotaugen, Hechte und Brassen fallen Löschwasser zum Opfer

Lahde (thm). Löschwasser vom Großbrand im Berenbuscher Hafen, dasüber die Rennriehe in die Aue geflossen ist, hat dort am Wochenende Tausende Fische getötet.

Die ausgebrannte Halle der Firma Interseroh Holzkontor ist in den 1930er Jahren gebaut worden. Wie damalsüblich, wurde ihre Entwässerung an die Rennriehe angeschlossen. Auf diesem Weg flossen gewaltige Mengen an Löschwasser - in Rede stehen bis zu 7000 Kubikmeter - in Richtung der Aue ab, in welche die Rennriehe knapp westlich des Hafengeländes einmündet. "Kaum vermeidbare Folgen", nennt Klaus Heimann vom Landkreis Schaumburg den Umstand, dass sich nicht alles Löschwasser des Großbrandes habe auffangen lassen, es in die Aue floss und dort Fische tötete. Allerdings sei man sich solch eines drohenden Folgeproblems bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Löscharbeiten bewusst gewesen. Daherhätten die Einsatzkräfte erhebliche Anteile der schwelenden Holzschnitzel - "nach dem ersten Ablöschen" - zu einem Lagerplatz auf dem Betriebsgelände gebracht, an dem das Löschwasser zwecks späterer Entsorgung habe aufgefangen werden können. Ausgereicht hat diese Vorsichtsmaßnahme nicht. Am Tag nach dem Brand fanden Angler aueabwärts verendete Karpfen, Rotaugen, Hechte und Brassen. "Nach Schätzungen des heimischen Fischereivereins dürften es fünf bis sechs Zentner gewesen sein", beziffert der Kreissprecher die Höhe des Verlusts. Nicht zu beantworten sind derzeit Fragen nach der Schadensregulierung. Heimann geht "davon aus, dass das in erster Linie zivilrechtlich geklärt wird". Bislang sei allerdings weder bekannt, ob die vom Brand betroffene Firma gegen derartige Fälle abgesichert ist; außerdem wisse man nicht, ob überhaupt jemand - und wenn ja: wer? - durch das Fischsterben geschädigt worden sein könnte.




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