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Kampf gegen Windräder: Anwohner starten Unterschriftenaktion

EIMBECKHAUSEN. „Wir leben hier nicht wegen der vielen Arbeitsmöglichkeiten, sondern wegen der schönen Natur“, sagt Björn Wehrmacher. Und um die zu schützen, steht er gemeinsam mit einigen Mitstreitern aus Hülsede, Schmarrie und Lauenau am Freitag auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarktes in Eimbeckhausen.

Marion Bornemann (2. v. re.) informiert Passanten mithilfe von Fotomontagen über mögliche Windkrafträder. Foto: Lindermann
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

Sein Ziel: die Anwohner über mögliche neue Windenergieanlagen (WEA) bei Eimbeckhausen aufzuklären.

Hintergrund der Aktion ist das Vorhaben der Stadt Bad Münder, den WEA-Standort bei Eimbeckhausen auszubauen. Die erneute Auslegung einer entsprechenden Änderung des Flächennutzungsplans hatte der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt im Februar beschlossen (wir berichteten). Demnach könnten auf einer Fläche bei Eimbeckhausen zusätzlich zu den zwei dort bereits bestehenden Anlagen mindestens zwei weitere aufgestellt werden. Damit soll der vorhandene Standort gestärkt werden.

Die Einwohner aus Hülsede und Schmarrie leben in unmittelbarer Nähe der beiden bestehenden Windenergieanlagen, die rund 100 Meter hoch sind. Sie befürchten nun den Bau von bis zu vier zusätzlichen Anlagen mit Größen von bis zu 230 Metern und einem Abstand von lediglich wenigen Hundert Metern zu Wohnanlagen.

„Das hat viele gesundheitliche Auswirkungen“, sagt Wehrmacher. Durch sogenannten Infraschall könne es etwa zu Schlafstörungen, Kopfschmerzen sowie Herz- und Kreislaufproblemen kommen, erläutert er. Doch die Anwohner fürchten auch negative Auswirkungen auf die Natur. „Unsere Landschaft hier ist wichtig für den Tourismus und zur Erholung“, sagt Klaus Pollmann aus Lauenau. Zudem würden durch zusätzliche Windkraftanlagen auch Grundstückseigentümer unter Wertverlusten ihrer Grundstücke leiden. Er betont allerdings auch: „Wir sind nicht gegen die Energiewende, aber sie darf nicht um jeden Preis geschehen.“

„Politik sollte zum Wohle aller Bürger gemacht werden, vor allem, wenn es um so gravierende Projekte geht, mit denen wir über Jahrzehnte leben müssen“, begründen die Einwohner in einem Thesenpapier, das unter anderem auch mit den Namen von Marion Passuth, Bürgermeisterin von Hülsede, sowie ihrem Stellvertreter unterzeichnet ist.

„Wir wollen die Bürger vor allem informieren, da die Unterlagen nur noch bis 28. Mai bei der Stadt Bad Münder zur Einsicht ausliegen und dann auch die Frist für Widersprüche von Einzelpersonen endet“, sagt Wehrmacher. Bereits rund 70 Unterschriften hatte die Gruppe am Mittag in Eimbeckhausen zusammenbekommen. Bis zum 28. Mai soll diese Liste der Stadt Bad Münder überreicht werden.

Informationen über die Aktion sind bei Anne Pernice unter 05043/989455 erhältlich. Eine Nachricht kann auch auf dem Anrufbeantworter hinterlassen werden.



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