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27 Sportler vom Ruderverein Bodenwerder legten die meisten Kilometer zurück

Kaiserpokal für die Wanderfahrten

BODENWERDER. „Wir sind sehr stolz, dass wir nach 2011 und 2012 bereits zum dritten Mal den begehrten Kaiserpokal erhalten haben“, erklärte Uwe Hölscher freudig.

Ein wahres Glanzstück, der Kaiserpokal. FOTO: KB
Beißner

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Karin Beißner Reporterin

Im Februar wurde der wertvolle Pokal dem Ruderverein von 1922 im Beisein der übrigen Verbandsmitglieder übergeben.

Der Kaiserpokal wurde dem Nordwestdeutschen Regattaverband im Jahre 1900 von Kaiser Wilhelm II. gestiftet. Er war zu der Zeit als Preis für den Senior-Vierer mit Steuermann der Verbandsregatta Hameln bestimmt. 1925 kamen Münster und Kassel als Verbandsregatten dazu und damit kämpften noch mehr Vereine um die Trophäe. Die Kriegswirren überstand er unbeschadet in einem Panzerschrank. Heute ist er nicht mehr auf den Vierer beschränkt, sondern wurde umgewidmet, nun ist er ein Pokal für Wanderfahrten.

Als eine solche gilt eine Ruderstrecke, die mindestens 30 Kilometer lang ist. Am Ende des Jahres werden alle Wanderfahrten, die die einzelnen Rudervereine absolviert haben, ausgewertet. Für jede Fahrt gibt es je nach Länge Punkte, die addiert werden. Um aber in die Wertung zu kommen, müssen sich die Ruderer mächtig ins Zeug legen, denn nur wer mehr als 150 Kilometer im Jahr gerudert ist, kommt in die Wertung. Im Ruderverein Bodenwerder haben 27 Sportler diese Strecke zurückgelegt und dafür 755 Punkte eingefahren. Damit konnten sie mit fast 200 Punkten Vorsprung der Konkurrenz das Nachsehen geben. Die Ruderer waren aber nicht nur auf der Weser unterwegs. Bei mehrtägigen Fahrten wurde auch die Donau bis nach Serbien hinein erkundet und die Flüsse in Polen unsicher gemacht. Für die fleißigsten Wanderruderer unter den Frauen und Männern, sowohl bei den Erwachsenen als auch bei den Jugendlichen, gibt es zwar bei der vereinsinternen Ehrung für die Erstplatzierten ein Glas mit Namen, Jahreszahl und gravierter Flagge, der prachtvolle Kaiserpokal für die gemeinsame Anstrengung jedoch wiegt da weit mehr. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Kaiser hat sich damals nicht lumpen lassen und ihn aus reinem Silber herstellen lassen. „Das 40 Zentimeter hohe Prachtstück ist sehr wertvoll, deshalb können wir ihn gar nicht im Ruderhaus aufstellen“, erklärt Uwe Hölscher. Der Pokal enthält aus der Anfangszeit verschiedene Gravuren und bleibt nun ein Jahr lang im Besitz des Rudervereins. Bei der Rückgabe muss er wieder auf Hochglanz poliert sein, sonst gibt es Ärger. Als „minderwertigen“ Ersatz bekommt der Verein einen Wimpel mit einem stilisierten Aal als Zeichen für das Wanderrudern; zwei hängen schon im Bootshaus, der dritte folgt Anfang nächsten Jahres und wird sicher als Ansporn für weitere Kaiserpokal-Gewinne dienen.

Feierliche Übergabe des Pokals an die Wanderruderer. FOTO: KGB
  • Feierliche Übergabe des Pokals an die Wanderruderer. FOTO: KGB


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