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800 Fans im Aegi / „Wir kommen wieder, versprochen“

Jungs, ihr tut uns immer noch verdammt gut

„Gut so wie es ist, bitte jetzt nichts ändern“ – zwar wurde die Zuschauerzahl aus dem letzten Jahr nicht ganz erreicht – trotzdem war „alles optimal“.

Inzwischen hat sich die „Kölsche Lebensart“ auch in Hannover breit gemacht, denn wie kaum eine andere Band bringen die Höhner mit ihren Mit-Sing-Songs die rot-weiße Glückseligkeit in die Landeshauptstadt.

„Mir sin dafür“ wird angestimmt und es wird klar, wohin an diesem Abend die musikalische Reise geht: „Wir haben ja mit „Himmelhoch High“ ein neues Album veröffentlicht und ihr seid hoffentlich damit einverstanden, dass wir euch auch ein paar Stücke daraus vorstellen“, fragt Henning Krautmacher das Publikum, das mit einem lautstarken „Ja“ antwortet.

Erklärende, und sogleich dankbare Worte des Frontmannes zu dem Titel „Du föhlst Dich jot aan“, denn beim letzten Hannover-Konzert war die Band und viele Freunde in Gedanken bei einem Jungen, der sich in der MHH einer lebensbedrohlichen Operation unterziehen musste. „Es ist Gott sei Dank alles gut gegangen“, freute sich Henning Krautmacher.

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Henning Krautmacher – Motor und nimmermüder Frontmann der Höhner

Drummer Janus Fröhlich nennt mit Boris Becker und Franz Beckenbauer zwei typisch deutsche „Jäger“, begibt sich bei „Tiger“ Woods aber auch auf internationales Terrain. „Weil er ein Jäger ist“ - ein toller Song, bei dem einmal mehr Multiinstrumentalist Jens Streifling auf der Mundharmonika brilliert. Später singt Janus noch den Song „Jung us’m Levve“ – dabei unterstreicht der Schlagzeuger seine Sangesqualitäten, Jens Streifling vollzieht den fliegenden Wechsel von der Gitarre ans Drumset.

„Wir sind Männer in den besten Jahren und an dem Punkt angekommen, wo wir uns auch mal selbst auf die Schippe nehmen dürfen und selbstironisch mit dem Thema umgehen können“, erklärte Henning Krautmacher vor kurzem in einem Interview. Zusammen mit Tatort-Kommissar Dietmar Bär und dem deutschen Soulstar Stefan Gwildis sang der Höhner-Frontmann den Titel „Männer in den besten Jahren“ bei der letzten „Verstehen Sie Spaß?“- Sendung. Zwar fehlten in Hannover Gwildis und Bär – die wurden aber bestens von Bassist Hannes Schöner und Keyboarder Peter Werner vertreten.

„Alles verlore, kein Wonnung, kein Arbeit, kei‘ Jeld. Se nenne‘ sich Berber, verachtet vum Rest der Welt“, singt Hannes Schöner und erklärt, dass von dem Song „Alles verlore“, jeder Tantiemen-Cent auf das Konto des LoRe-Restaurants in Köln geht, welches Obdachlose unterstützt.

Nach dem Motto „Sitzen, statt schwitzen“ wird der unplugged-Teil eingeläutet, um nach Stücken wie „Echte Fründe“ oder „Dä kölsche Pass“ wieder den „Tag zur Nacht“ zu machen. Ihren „Kölsche Pass“ können die Jungs dann im September in China vorzeigen, denn die „Stimmungsmacher der Nation“ werden mit 130 Roten Funken, Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann und einer Delegation der Stadt Köln um OB Jürgen Roters zur Weltausstellung nach Schanghai reisen. „Wir freuen uns, werden unter anderem auch im deutschen Pavillon ein Konzert geben“, verriet uns Henning. Ehre, wem Ehre gebührt.

„Da geht immer noch mehr“ singen die Höhner und halten Wort, denn mit „Wenn nicht jetzt, wann dann“ und „Viva Colonia“ steppt man sich zum Showdown.

Zum Abschluss versprechen die Höhner: „Wir werden uns wiederseh’n“ – hoffentlich Jungs, denn bei euren Konzerten „Brennt die Luft und steppt der Bär“ – Viva Höhner.




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