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Junge Union gegen Gnade für Klar

Landkreis (ssr). Die Junge Union Schaumburg (JU) hat sich zum Thema des Gnadengesuchs des RAF-Terroristen Christian Klar in einem offenen Brief an Bundespräsident Horst Köhler gewandt. Darin spricht sich die hiesige JU gegen eine Begnadigung aus.

In dem Schreiben an Köhler verweist die JU auf ein Interview mit Klar, in dem dieser vor fünf Jahren gegenüber dem Journalisten Günter Gaus auf die Frage nach Reue geantwortet habe: "In dem politischen Raum, vor dem Hintergrund von unserem Kampf, sind das keine Begriffe." Das sei nicht nur unerträglich für die Hinterbliebenen der Opfer, sondern es zeige auch deutlich, dass Klar keine Reue für seine Taten empfinde. Klar könne, so die JU weiter, formaljuristisch frühestens 2009 auf Bewährung freigelassen werden. Er wäre dann 57 Jahre alt, hätte weniger als zehn Prozent seiner Haftstrafe abgesessen und könne einem würdevollen Lebensabend entgegensehen, der den Opfern des RAF-Terrors verwehrt geblieben sei. Sie forderten nur, so die Nachwuchspolitiker, was als fundamental gerecht anzuerkennen wäre: Nämlich, dass es ohne ernsthafte Reue für Terroristen in unserem Rechtstaat zwar eine vorzeitige Haftentlassung geben könne, aber keine Gnade geben dürfe. "Der offene Brief an Horst Köhler bildet erst den Auftakt zu einer verstärkten Beschäftigung der JU Schaumburg mit dem Thema Linksextremismus", so Kreisvorsitzender Johannes Hennig in einer Pressenotiz. Der Vorsitzende des Arbeitskreises Gesellschaftspolitik, Lukas Nott, sieht gerade im Hinblick auf seine eigene GenerationNachholbedarf bei der politischen Bildung. "Wir wollen und werden den Jugendlichen klar machen, dass man nicht an die ,Idole' der 68er-Bewegung, von Che Guevara über Mao bis Pol Pot, sondern an deren Opfer erinnern sollte".

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