weather-image
Schüler fragen Senioren Löcher in den Bauch

Jung trifft alt

270_008_7722651_zig104_3005.jpg

Autor:

Der Klasse 3 a der PestalozziSchule

Hameln. Die Klasse besuchte das Seniorenheim Tönebön-Stiftung mit dem Ziel, etwas über die Kindheit und die Gegenwart der Senioren zu erfahren. Aus diesem Grund hatte die Klasse im Unterricht Interviewbögen erarbeitet, um die Bewohner zu verschiedenen Themen zu befragen, die die Schüler interessieren.

Trotz des großen Altersunterschiedes, der jüngste Schüler ist 8 Jahre alt und der älteste Senior ist 90 Jahre alt, konnten die Senioren der Klasse viel Interessantes erzählen. Gut vorbereitet hatten sich die Bewohner der Tönebön-Stiftung, indem sie durch mitgebrachte Fotoalben ihre Erzählungen anschaulich machten.

Ein Thema, das die Klasse besonders interessierte, war die Schulzeit früher. Hier wurden viele Unterschiede deutlich. Wenn die Kinder früher nicht gehorchten, mussten sie Strafarbeiten anfertigen oder in der Ecke stehen. Die Lehrer waren viel strenger als heute. Es gab aber auch nette Begebenheiten zu erzählen, zum Beispiel, dass eine Lehrerin bei schlechter Laune immer einen bestimmten Pulli trug. Da hieß es aufpassen und leise sein!

Viele Gemeinsamkeiten konnten bei Spielen der Kindheit entdeckt werden. Genau wie heute wurde früher gerne draußen gespielt. Ballspiele, Hula-Hoop, Fangen und Verstecken machten auch früher viel Spaß. Bei schlechtem Wetter wurde ebenso wie heute Quartett, Mensch ärgere dich nicht, Mühle oder Dame gespielt. Ein weiteres Thema, zu dem viele Fragen gestellt wurden, waren die Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg. Fast jeder Schüler hatte aus der eigenen Familie schon etwas davon gehört. Hier wurden bei den Bewohnern viele Erinnerungen wach. Einige Senioren wurden ausgebombt, andere vertrieben. Bunker wurden gebaut, um sich vor Bombenangriffen zu schützen. Auch heute verbringen viele der Senioren ihren Tag mit Tätigkeiten, die den Nachmittags-Beschäftigungen der Kinder gleichen: Malen, Sport, Spielen und Singen. Einige Bewohner arbeiten im Heimbeirat mit.

Am Ende stellte sich heraus, dass es heute mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede gibt. Als die Fragen gestellt waren, wurden noch die bekannten Spiele aus dem Regal geholt und bei einem fröhlichen und lockeren Abschluss stellte sich heraus, dass weitere, vielleicht auch regelmäßige Treffen von beiden Seiten gewünscht wurden.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt