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Polizei ermittelt drei Haupttäter im Alter von 16 und 17 Jahren / Auch für Feuer verantwortlich?

Jugendliche brechen in Gartenlauben ein

Bad Münder (jhr). Eine Gruppe von Jugendlichen hat die Polizei als Täter für eine Reihe von Einbrüchen in den vergangenen Wochen ermittelt. Die drei Haupttäter, 16 und 17 Jahre alt und aus verschiedenen münderschen Ortsteilen, sind bereits polizeibekannt und räumten Einbrüche ein. In Verbindung gebracht wird die Gruppe auch mit dem jüngsten Brand einer Gartenlaube an der Georgstraße.


Auf das Konto der Jugendlichen, die teilweise bis zu acht Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahre um sich versammelten, gehen mehrere Einbrüche in Gartenlauben an der Georgsstraße. Dabei agierten die Jugendlichen durchaus dreist: Morgens zogen sie statt in die Schule zum Ladendiebstahl in den NP-Markt am Feuerteich, deckten sich mit Süßigkeiten ein. Dann entwendeten sie bei einem Einbruch in eine Laube mehrere PET-Pfandflaschen, die sie postwendend in einem Rückgabeautomaten zu Geld machten – wieder im NP-Markt.

Bislang registrierte die Polizei sieben Einbrüche in Gartenhäuser, dabei wurden neben PET-Flaschen auch ein Softair-Gewehr, ein chinesisches Schwert und diverse Feuerwerkskörper gestohlen. „Besonders verwerflich finde ich, dass die drei Haupttäter auch Kinder zu Taten anstifteten, die dann aus einem Gruppenzwang heraus handelten“, erklärt Polizeihauptkommissar Michael Rohde, der in den vergangenen Tagen Befragungen und Vernehmungen leitete.

Dass die Polizei recht schnell auf die Spur der Jugendlichen kam, hängt auch mit einem Hinweis aus dem Umfeld eines Täters zusammen. Der Vater eines beteiligten Jugendlichen hatte die Polizei auf einen Einbruch aufmerksam gemacht. Vor Ort stellten die Beamten fest, dass sich der Sohn mit Gewalt Zutritt zur elterlichen Wohnung verschafft hatte, indem er mit einer Schaufel ein Fenster aufgehebelt und Figuren aus einem Setzkasten entwendet hatte – obwohl er zu diesem Zeitpunkt eigentlich eine Schule in Hameln hätte besuchen sollen.

Die Polizei ermittelt derzeit auch, inwieweit die Jugendlichen mit dem Brand einer Gartenlaube (NDZ berichtete) in Verbindung zu bringen sind. Als Brandursache wurde vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung festgestellt, Spuren weisen darauf hin, dass die Jugendlichen auch auf dem Grundstück der abgebrannten Hütte an der Georgstraße waren. Festgestellt wurde auch, dass sie in einer anderen Hütte eine Kerze angezündet hatten. „Die Ermittlungen werden fortgesetzt“, erklärt Rohde.



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