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Jugendfeuerwehr Bad Münder probt für den Ernstfall

BAD MÜNDER. Als die Löschfahrzeuge vor dem BIK-Abenteuerspielplatz hielten, brannte eine Holzhausattrappe bereits lichterloh. Doch statt erwachsenen Feuerwehrleuten stiegen zwölf Jungen und fünf Mädchen der Jugendfeuerwehr aus und begannen damit, Schläuche auszurollen und Atemschutzflaschen anzulegen.

Eine Holzhausattrappe brennt lichterloh – 17 Mitglieder der Jugendfeuerwehr sind beim simulierten Einsatz aktiv. Fotos: Simonsen

Mit Erfolg: Schon nach wenigen Minuten hatten sie alleine eine funktionierende Wasserversorgung aufgebaut und konnten den Brand aus sicherer Entfernung löschen.

72 Stunden lang erlebten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr einige dieser nachgestellten Einsätze und erfuhren aktiv, wie eine Löschaktion funktioniert.

Betreuer Patryk Flak war auch sichtlich zufrieden mit seinen Schützlingen im Alter von 10 bis 16 Jahren. Zusammen mit sieben weiteren Betreuern hatte der stellvertretende Jugendwart die Freizeit organisiert und dabei auch diese Übung fahren lassen: „Wir wollten den Jugendlichen die Möglichkeit geben, die vielen theoretisch gelernten Aufgaben einer Feuerwehr in der Praxis zu erleben. Schon vor drei Jahren hatten wir so ein Wochenende durchgeführt und begeisterte Kinder erlebt“, so Flak.

Die Atemschutzgeräte sind in Wahrheit nur gelbe PVC-Rohre.

Und so gab es für die Jugendfeuerwehrleute mehrere simulierte Einsätze wie Brandmeldereinläufe und einen Mülltonnenbrand abzuarbeiten – und eine Ölspur zu beseitigen, die die Betreuer aus einem Wasser-Kakao-Gemisch täuschend echt nachgebildet hatten. Ein besonderes Erlebnis waren auch der überraschende Besuch der Flughafenfeuerwehr auf dem Fliegerhorst Wunstorf.

Gefahr bestand bei den nachgestellten Einsätzen für die Kinder und Jugendlichen natürlich nicht. Während der Aktionen hatten die Betreuer immer auch einen Blick auf die Sicherheit der Jugendlichen: „Als erfahrene Feuerwehrleute erkennen wir Gefahren, die für unsere Kinder noch nicht offensichtlich sind. Deshalb haben wir zum Beispiel darauf geachtet, dass es trotz der Aufregung ruhig beim Besteigen der Fahrzeuge zuging, bei den simulierten Brandeinsätzen niemand im Rauch stand und unsere Betreuer jederzeit im Hintergrund über jeden Handgriff gewacht haben. Unsere Atemschutzgeräte sind natürlich auch nur gelbe PVC-Rohre ohne Funktion“, erklärt Flak. Zudem setze die Unfallverhütungsvorschrift enge Grenzen für Tätigkeiten von Jugendfeuerwehrleuten, um sie zu schützen.

Die Kosten für Lebensmittel und Material wurden aus der Kasse der Jugendfeuerwehr bezahlt. Auch der Förderverein der Ortsfeuerwehr steuerte einen Teil hinzu. So konnten die Jugendlichen teilnehmen, ohne einen finanziellen Beitrag leisten zu müssen.

Aus Sicht der Betreuer hat sich die Übung gelohnt: So seien nicht nur das Verständnis füreinander und der Zusammenhalt unter den Jugendlichen deutlich gewachsen, auch die Begeisterung für die Arbeit einer Feuerwehr ist weiter angefacht worden.



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