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Vorsitzender der "Landschaft": Diskussionüber Mahnmal für die jüdischen Opfer der NS-Zeit auf breite Basis stellen

Jüdisches Mahnmal: Lemme kritisiert "Schnellschuss"

Stadthagen (rd). "Hasso Neumann hat einen guten und richtigen Anstoß gegeben mit seiner Absicht, in Stadthagen ein Mahnmal für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus zu errichten.

Aber", so der Vorsitzende der Schaumburger Landschaft, Dr. Klaus-Henning Lemme, "hierüber muss eine offene und breite Diskussion geführt werden." Das gelte sowohl für den Standort und die Ausstattung des Mahnmals, als auch für die Ausführung, schreibt Lemme in einer Pressenotiz. Wer, so Lemme, zur Finanzierung des geplanten Mahnmals auf Spenden der Bürger und Bürgerinnen setzt, müsse alle Schaumburger und besonders die Einwohner von Stadthagen in die Diskussion einbeziehen. "Ein erster Entwurf, im Schnellschuss vorgestellt, mit bereits vorgegebenem Standort und feststehendem Kostenrahmen, hat bereits kontroverse Diskussionen ausgelöst." Derartige Schnellschüsse seien bei einem so sensiblen Thema unangebracht. Auch müssten die jüdischen Organisationen in die Diskussion einbezogen werden. Lemme regt an, Fachleute, wie etwa den Berliner Architekten Dr. Schlusche, Projektleiter des Holocaust-Mahnmals in Berlin, der u. a. eine Abhandlung über sämtliche Mahnmale in Europa verfasst hat, hinzuzuziehen. Als "kontraproduktiv" sieht Lemme eine finanzielle Beteiligung der "Öffentlichen Hand" an: "Die Spenden müssen von den Bürgern und Bürgerinnen kommen." Lemme abschließend: "Der Schnellschuss von Hasso Neumann hat leider auch Vorbehalte aufgebaut, die es, um der Sache willen, abzubauen gilt."




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