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Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Bley besucht Malerbetrieb Harting / Zahlungsmoral bemängelt

"Jobs gibt es, wenn die Arbeit bezahlbar ist"

Bückeburg (mig). Zu einem Fachgespräch über den Mittelstand, verbunden mit einer Betriebsbesichtigung, hatte sich jetzt eine illustre Runde bei Peter Harting (Malereibetrieb an der Kreuzbreite) eingefunden. Mit dabei auch der Landtagsabgeordnete und Präsident des niedersächsischen Handwerkstages, Karl-Heinz Bley.

Der Kommunalpolitiker, der seit sechs Wochen Präsident der niedersächsischen Handwerkskammer sowie der Unternehmerverbände des Handwerks in Niedersachsen ist, war auf Einladung des Kollegen Friedel Pörtner (ebenfalls Landtagsabgeordneter) nach Bückeburg gekommen. Dort erwartete ihn neben Peter Harting (mit Gattin Regina) und Sohn Kai Harting geballte Mittelstands-Kompetenz: Horst Frensel, stellvertretender Kreishandwerksmeister (und Innungsmeister Tischlerhandwerk), Kreislehrlingswart Walter Hardekopf (auch Innungsmeister Fleischerhandwerk) und der Wirtschaftsförderer Stefan Tegeler vom Landkreis. Pörtner freute sich zunächst einmal darüber, dass Bley schon vier Wochen nach seiner Wahl zum niedersächsischen Handwerkskammerpräsidenten "nach Schaumburg gekommen ist". Und betonte: "Herr Bley ist einer von nur drei Handwerkern im Landtag." Ein weiteres Lob ging an die Besucher von Landkreis und Innung: "In Schaumburg hat man als Mittelständler immer einen Ansprechpartner, auch das Job-Center arbeitet gut." Nach einem Gang durch den Betrieb wurde über all die leidigen Themen debattiert, die den kleineren Gewerbetreibenden auf der Seele liegen: Ausbildung, Feinstaub, Schwarzarbeit und EU. "80 Prozent der Gesetze werden in Europa entschieden. Wir können gar nicht mehr zum Hauptgesetzgeber durchdringen, Handwerker müssen sich besser positionieren", forderte Peter Harting. Anschließend sprach Harting dann einige der "heißen Eisen" im Detail an: "Die Lohnnebenkosten müssen gesenkt werden, dass würde auch gegen Schwarzarbeit helfen. Man kann Menschen nur in Arbeit bringen, wenn die Arbeit auch bezahlbar ist", betonte der Firmenchef. Genauso wichtig für den Mittelstand sei aber eine bessere Zahlungsmoral: "Wir müssen dahinkommen, dass wir nicht mehr so lange auf unser Geld warten müssen." Bei all dieser Kritik auch an Entscheidungen der politisch Handelnden sieht Bley sein Amt vor allem in einer Scharnierfunktion: "Ich kenne als Meister mit Kfz-Betrieb die Probleme aus der Sicht eines Handwerkers und weiß, wo der Schuh drückt", betonte er. Anschließend berichtete er von einigen Erfolgen - der Verschlankung der Ausbildung, dem Entstehen neuer Berufsbilder - und versprach beim Thema "Rundfunkgebühren" seine Unterstützung.




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