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Jetzt rollen die Mähdrescher

Die Monate Juli und August, in denen die meisten Kinder Ferien haben, bedeuten für Landwirte viel Arbeit. Ende Juni beginnt die Erntezeit. Diese ist wetterabhängig. Da es in diesem Jahr in der Erntezeit regnete, musste eine knapp zweiwöchige Zwangspause eingelegt werden. Das Korn war nass, die Mähdrescher mussten deshalb eine Pause einlegen.

Die Weizenernte ist im Weserbergland in vollem Gange.

Glücklicherweise zeigt sich seit einigen Tagen wieder die Sonne, die Ernte konnte weitergehen. Das erste Getreide, das reif wird, ist die Gerste, es folgen Raps und Weizen. Mit der Rapsernte konnten die meisten Bauern Mitte dieser Woche fertig werden. Jetzt sind sie dabei, die Hauptfrucht, die im Weserbergland wächst, den Weizen, zu mähen. Sind dann auch Roggen- und Haferfelder abgeerntet, kann das Erntefest gefeiert werden.

Wann die Ernte abgeschlossen ist, hängt ganz vom Wetter ab. „Angenommen, es regnet in nächster Zeit wenig, dann ist die Ernte wahrscheinlich in drei Wochen erledigt“, vermutet Jens Lindhorst, der selbst jahrelang in der Landwirtschaft tätig war. Regen wünschen die Bauern sich vor allem im Mai, wenn das Getreide in der Hauptwachstumsphase ist. Wie heißt doch das Sprichwort: Ist der Mai kühl und nass, füllt es dem Bauern Scheune und Fass. Feuchtigkeit und Sonne regen das Wachstum der Pflanzen an. Kurz vor der Ernte hat Regen für das Getreide keinen Nutzen mehr, denn das Wachstum ist abgeschlossen, es reift nur noch.

Sind die Bauern mit der Getreideernte fertig, haben sie keine Zeit, sich auszuruhen. Die Felder müssen vorbereitet werden, damit wieder Raps und Weizen gesät werden können. Das muss rechtzeitig geschehen, damit die Pflanzen vor Einbruch des Frostes eine gewisse Größe haben. Die Kälte kann dem jungen Getreide wenig anhaben, vor allem dann nicht, wenn es im Winter von Schnee bedeckt wird. Im September werden die ersten Zuckerrüben gerodet. Diese bringen die Landwirte aus dem Weserbergland zu den Fabriken im lippischen Lage oder nach Nordstemmen bei Hildesheim. Die Rübenkampagne, wie der Erntezeitraum genannt wird, endet meist vor Weihnachten. Es sei denn, dass wie im Vorjahr ein festgefrorener Boden das Roden der Rüben unmöglich macht. Dann verlängern die Fabriken die Annahmezeiten.

Wie ein dichter Wald stehen jetzt die Maisfelder links und rechts mancher Straßen. Die Pflanzen sind oft über drei Meter hoch. Sind die Kolben ausgebildet und die Körner reif, wird der Mais gehäckselt, das heißt von den großen Erntemaschinen in kleine Stücke zerteilt und gleich auf die Anhänger der Trecker geblasen. Seltener dient der Mais als Futter für das Vieh, meist wird er an den Biogasanlagen angeliefert und auf Mieten gesetzt. Hier gärt der Mais und dient dann als „Futter“ für die Bakterien, die an der Gasentwicklung beteiligt sind. pj/job



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