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Polizei: Eilser Quote deutlich besser als der Landesschnitt / Zahl der Delikte geht 2007 auf 343 zurück

Jetzt 61,52 Prozent aller Straftaten aufgeklärt!

Eilsen (tw). Kompliment an das Polizeikommissariat Bückeburg - und die Kollegen in der Dienststelle Bad Eilsen: Die Zahl der Straftaten in der Samtgemeinde ist 2007 rückläufig gewesen. Parallel dazu stieg die Aufklärungsquote erneut kräftig an; sie liegt jetzt sogar weit über derjenigen im Landkreis Schaumburg, in Niedersachsen und in der Bundesrepublik.

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Was so gut klingt, unterfütterte Bückeburgs Polizeichef Werner Steding im Beisein von Hauptkommissar Wolfgang Meier und Oberkommissar Werner Kurzmann (beide Bad Eilsen) bei einer Pressekonferenz mit harten Zahlen. "Im Jahr 2007", so Steding, "hatten wir in der Samtgemeinde 343 Straftaten zu verzeichnen; das sind 16 weniger als 2006, als es noch 359 Straftaten waren." Der Leitende Polizeihauptkommissar führt das "Minus" nicht zuletzt auf die verstärkte Polizeipräsenz im Kurort zurück; in den Abend- und Nachtstunden, wenn die Dienststelle im Eilser Rathaus nicht besetzt ist, wachen Streifenwagenbesatzungen aus Bückeburg und den Nachbarstädten im Rahmen eines "Sicherheits-Netzwerks" vermehrt über den Schlaf der Bürger. Fast noch interessanter als der Rückgang der Straftaten ist der abermalige Anstieg der Aufklärungsquote. Sie hat seit 2004 - trotz Autobahnnähe - jedes Jahr zugelegt und liegt aktuell bei 61,52 Prozent; das ist der höchste Wert seit der Jahrtausendwende. Zum Vergleich: In Niedersachsen liegt diese Quote bei 56,86 Prozent, im Landkreis bei 55,63 Prozent. Die offiziellen Zahlen für die Bundesrepublik liegen derzeit noch nicht vor, bewegen sich aber auf einem ähnlichen Level. Steding zu den Gründen für die gute Aufklärungsquote in der Samtgemeinde: "Die Kollegen vor Ort haben ausgezeichnete Orts- und Milieukenntnisse." Außerdem mache die Kriminaltechnik Jahr für Jahr Fortschritte. Mindestens ebenso wichtig: "Wir behandeln inzwischen viel mehr Beschuldigte erkennungsdienstlich, als wir das noch vor einigen Jahren getan haben." Soll heißen: Es werden weitaus häufiger Fingerabdrücke genommen und Fotos gemacht - was insbesondere Wiederholungstätern die kriminelle Karriere enorm erschwert. Von den 343 Straftaten, die in der Samtgemeinde 2007 begangen wurden, entfällt das Gros mit 125 Fällen auf Diebstähle und Einbrüche. "Das", weiß der Polizeichef, "ist etwas mehr als ein Drittel der Straftaten insgesamt". Laut Steding ist das ein vergleichsweise niedriger Wert, denn Diebstähle und Einbrüche machen anderenorts in der Regel rund 50 Prozent der Fälleaus, die die Polizei auf den Plan rufen. Bei Vermögens- und Fälschungsdelikten verzeichnete die Polizei in der Samtgemeinde 75 Fälle; Sonstige Straftatbestände (ohne Verkehrsdelikte) schlugen mit 65 Fällen, Körperverletzungen mit 44 Fällen zu Buche. 31 mal ermittelten die Beamten bei Straftaten gegen Nebenbestimmungen des Strafgesetzbuches- das sind zum Beispiel Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Tierquälerei, Fahnenflucht und so weiter. Dazu kamen drei Sexualdelikte. Bei "Straftaten gegen das Leben" weist die Polizeistatistik eine schöne, glatte Null aus. Schön auch: In den Eilser Seniorenheimen kommt derzeit kein Geld mehr weg. Polizeioberkommissar Kurzmann hatte in einer der Einrichtungen eine "Diebesfalle" ausgelegt, die offenbar abschreckend wirkt. Hintergrund: In besagtem Heim waren seit Ende Februar vier Diebstähle angezeigt worden. In einem Fall wurde die Anzeige zurückgezogen - die Seniorin hatte vergessen, dass sie ihr Geld zwischen den Seiten eines Buches versteckt hatte. Für 2008 hat sich das Polizeikommissariat das Bekämpfen der Diebstahls- und Jugendkriminalität zum Ziel gesetzt. Bei Letzterer geht es den Beamten vor allem darum, die Probleme Rauschgift und Gewalt noch besser in den Griff zu kriegen. Darüber hinaus soll der Straßenverkehr sicherer fließen.



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