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Auf den Spuren der heimischen Wünschelrutengänger

„Jedweder Zweifel böswillig“

Nachdem Herr von Bülow eine Stelle gefunden hatte, wo die Rute, wenn er sie hielt, lebhaft in die Höhe schlug, gab er sie mir zu halten“, heißt es in einem im August 1906 in der Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung abgedruckten Leserbrief einer namentlich nicht genannten Dame. Doch in ihrer Hand habe die Gerte keinen Mucks gemacht. „Vergeblich ging ich über die Stelle, sie rührte und regte sich nicht“. Erst als ihr von Bülow seine Hand auf den Arm gelegt habe, sei die Rute – wenn auch „langsam und kraftlos“ – wieder zum Leben erwacht. Andersherum habe es besser geklappt. „Daraufhin nahm von Bülow die Rute wieder selbst und ich legte ihm die Hand auf“. Das Ergebnis beschrieb die Augenzeugin so: „Die Rute hob sich kräftiger wie vorher, doch nicht so energisch, als wenn von Bülow sie allein hielt“.

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Autor:

VON WILHELM GERNTRUP


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