×
Schüler informieren sich im Rahmen der Projektwoche / Adolfiner arbeiten themenbezogen

Jagd und Naturschutz kein Widerspruch

Bückeburg (pak). Trotz schlechten Wetters ist die Projektwochen-Vorstellung des Gymnasiums Adolfinum gut besucht gewesen. Das Thema der Arbeitswoche lautete "Kultur und Länder". In diesem Rahmen fanden sich über 60 Gruppen zusammen, die sowohl von Lehrern als von Schülern geleitet wurden. Jedes Projekt stellte sich den Besuchern vor. Im Forum gab es größere Aufführungen, darunter ein kleines Musical, eine Bootstaufe der Ruderriege Schaumburgia, sowie eine Judovorführung. Das Judoprojekt wurde durch die "Cherusker Schaumburg" ermöglicht. Die Woche vor den Ferien über war ein Infostand zentraler Anlaufpunkt für alle mit Fragen und Anregungen. Bereits Ende des Schuljahres 2006/2007 hatten die Organisatoren aus Lehrer- und Schülerschaft begonnen, die Projektwoche vorzubereiten. Die nächste Arbeitswoche wird es voraussichtlich wieder in zwei Jahren geben.

Zum ersten Mal ist von den heimischen Jägern des Hegering 1 Bückeburg das Projekt "Natur und Jagd" angeboten worden. Es war mit täglichen Exkursionen verbunden. Es war aber nicht das Ziel der Jäger, die 14 naturbegeisterten Jugendlichen für die Jagd zu begeistern. Vielmehr galt es, so Projektleiter Hans Lindemeier, der um sich greifenden Naturentfremdung vorzubeugen. Den Kindern und Jugendlichen sollte ein Stück Natur wieder näher gebracht werden. Doch auch der Reiz der Jagd sollte begreifbar werden. Ein weiteres Anliegen: Die engen Zusammenhänge zwischen Jagd und Naturschutz darzustellen. Denn, so war schnell klar: Natur und Jagd haben viele Gemeinsamkeiten. Die Projektgruppe lernte viel über eigene Regeln, eine eigene Sprache, Musik, Gesetze, Abläufe und Eigenarten der Jäger. Fast alle Wildtiere haben Schonzeiten, in denen sie nicht bejagt werden dürfen, egal ob Hase oder Hirsch, Reh, Wildschwein oder Ente. Nur der Jäger selbst nicht, so erfuhren die Kursteilnehmer. Denn er stehe mit seiner Absicht, die Natur zu nutzen und zu schützen, immer wieder in der Kritik "von Ideologen und selbst ernannten Naturschützern". Deren Argumente sind nach Meinung von Hans Lindemeier zum größten Teil zu einseitig. Die Jugendlichen diskutierten zwar auch dieses Thema, konzentrierten sich aber ansonsten auf Naturerlebnisse. Sie waren begeistert, wenn sie mit einem Stethoskop einen Baum oder Totholz abhören durften oder durch körperliches Geschick die Größe eines Wurzeltellers ermitteln sollten. Ein besonderer Höhepunkt, unterstützt von einigen Eltern, war die Exkursion nach Springe ins Wisentgehege. Dort konnten dann noch einmal alle theoretischen Erkenntnisse praktisch umgesetzt werden. Auch die Greifvogelvorführung wurde besucht. Der Wandel von der Natur- zur Kulturlandschaft lässt sich in diesem Großgehege sehr gut nachvollziehen. Doch auch in der Nähe gab es viel zu entdecken. So durften die heimischen Bäume und Sträucher nicht fehlen. Informationen zur Nutzbarkeit von Holz und Früchten gab es zum Beispiel im nahe gelegenen Schlosspark oder in der Umgebung der Schule. Den Abschluss bildete die Projektpräsentation mit selbst gefertigten Collagen zu Themen wie Jagdhunde, Jagdmusik (live) sowie einem Wissenstest und körperlicher Aktion wie dem Tannenzapfenzielwurf für die Gäste. Am Ende gab es ein großes Lob für die Projektteilnehmer, die engagiert mitgemacht hatten, und für die Sponsoren, die das Projekt ermöglicht hatten.




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt