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3000 feiern Zucchero auf der Gilde Parkbühne – einfach „Zucker“, dieser Sänger

Italo-Power voller Leidenschaft

Autor:

Lars Andersen

Hannover. Es war ein italienischer Abend der besonderen Art – Zucchero, Italiens internationales Rock-Aushängeschild gab sich bei hochsommerlichen Temperaturen in der Landeshauptstadt die Ehre. Im Tourgepäck: sein aktuelles Album „Black Cat“ und eine Band, die bereits mit Superstars wie Prince, Sting, Mark Knopfler, Eric Clapton und Keith Richards gearbeitet hat.

„Black Cat“ hatte der 61-Jährige in Nashville, New Orleans und Los Angeles aufgenommen. Dass er den rauen Sound des Delta-Blues liebt, ist allgemein bekannt – zudem kommt ein Teil seiner Musiker aus den Südstaaten. „Die haben den Sound einfach drauf“, schwärmte der Italiener, der mit „Partigiano Reggiano“seine 150-minütige Show eröffnete.

Im ersten Chapter spielte der Bluesrock-Barde insgesamt 10 Titel aus seinem neuen Longplayer – danach einen bunten Mix aus seiner bis dato überaus erfolgreichen Karriere. Die ausgezeichnete 12-Mann-Band rockte wie aus einem Guss – allen voran der inzwischen 77-jährige Jazzorganist Brian Auger, der 1965 mit Rod Stewart die Gruppe „The Steampacket“ gründete. Zusammengekauert vor seiner Hammond-B3 sorgte er mit seinem Instrument für einen grandiosen Klangteppich.

Zucchero sorgte für ein leidenschaftliches Konzert auf der Gilde Parkbühne. Texte und Konzertfotos: Lars Andersen

Viele der Fans trugen, wie auch Zucchero, einen Zylinder – den einige noch mit buntem Allerlei geschmückt hatten. Es wurde getanzt, geschunkelt und mitgeklatscht – letzteres tat auch ausgiebig Scorpions-Gitarrist Rudolf Schenker, der mit seiner Familie und Freunden den Auftritt seines Kollegen verfolgte.

„Mille Grazie“, bedankte sich der Entertainer immer wieder, zog seinen Zylinder und verbeugte sich vor dem applaudierenden Publikum, das sich bei vielen Songs als textsicher erwies. „Wenn einer meiner Songs es schafft, beim Publikum Emotionen auszulösen, kann ich manchmal vor Rührung nicht mehr singen. Ich treffe immer wieder Paare, die mir erzählen, dass sie ein bestimmtes Stück von mir zu ihrem Lied erkoren haben, weil sie damit gemeinsame Erinnerungen verbinden. Das ist überwältigend“, so der „Vater des italienischen Blues“.

Der zweite Teil wurde zum vorgezogenen Showdown des Abends. Es reihte sich Hit an Hit – ob der Klassiker „Baila (Sexy Thing)“ oder John Fogertys „Long As I Can See The Light“ – die Parkbühne lag Zucchero nun endgültig zu Füßen. Brian Auger und die Band brillierten bei „Freedom Jazz Dance“ von Eddie Harris, während sich der Chef kurze Zeit später mit „Diamante“, „Diavolo In Me“ und dem Überhit „Senza Una Donna“ zum furiosen Finale sang. „Danke, Zucchero! – was für ein Konzert.




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