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Auto-Bikinis dürfen Blinker nicht verdecken / Fahnen auf der Autobahn tabu

Ist erlaubt, was gefällt?

Die Fußball-WM löst bei den Fans schon seit Wochen große Begeisterung aus, die sich unter anderem an geschmückten Autos zeigt. Nach dem Sieg am vergangenen Montag gibt es fast nur noch Autos mit Fahnen an den Seitenscheiben, Aufklebern, Scheibenfolien, Car-Bikinis an den Spiegeln, die die Solidarität der Fans mit der deutschen Fußballnationalmannschaft zeigen. Das Angebot des Handels ist riesig. Aber: Ist das eigentlich erlaubt? Der Leiter der TÜV-Station Stadthagen, Gunnar Dubiel, informiert darüber, was eigentlich im Straßenverkehr zulässig ist und was nicht.

Car-Bikini: „Bei dem Stoff-Überzieher für die Seitenspiegel im Nationalflaggendesign ist zu beachten, dass dieser die Blinkleuchten nicht verdeckt“, warnt Gunnar Dubiel. „Das ist bei vielen aktuellen Fahrzeugmodellen ein Problem, da sie Blinker in den Seitenspiegeln tragen.“

Folien: Weitere Gimmicks in Länderfarben sind zum Beispiel halbtransparente Folien für die Heckscheibe oder Radkappen und Nummernschildhalter im Nationalitäten-Look. Sie sind erlaubt, solange die Sicht des Fahrers dadurch nicht eingeschränkt wird.

Fahnen: Und natürlich dürfen die von der WM 2006 bekannten Fähnchen für die Seitenscheibe nicht fehlen. Aber Vorsicht: Die sind häufig billig gemacht und knicken oftmals ab. Obwohl grundsätzlich gegen Fähnchen und Flaggen am Auto nichts zu sagen ist, haftet der Autofahrer, wenn durch Abbrechen oder falsche Befestigung Schäden am Folgefahrzeug entstehen. Dubiel: „Spätestens vor einer Fahrt auf der Autobahn sollte der Fan-Schmuck demontiert werden, weil die Fahnen nicht für höhere Geschwindigkeiten ausgelegt sind.“ Übrigens: Wer sich eine Fahne in die Scheibe klemmt, erleichtert damit Langfingern die Arbeit, denn der entstandene Spalt ist für sie eine Einladung. Die Autoversicherer können in einem solchen Fall die Regulierung des Schadens verweigern.

Aufkleber: Sie sind ebenso wenig ein Problem wie ein in den Farben Schwarz-Rot-Gold lackierter Wagen. Alles ist erlaubt, solange die Sicht des Fahrers nicht eingeschränkt wird und Mitfahrende oder andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden.

Autokorso und Gurtpflicht: Wer nach einem Sieg im Autokorso eine große Fahne aus dem Auto schwenkt, sollte vorsichtig sein. Die Gurtpflicht gilt übrigens auch im Autokorso: Wer nicht angeschnallt ist und sich zu weit aus dem Fenster lehnt, muss mit einer Strafe rechnen – auch wenn die Polizei bei langsamen Fahrten das eine oder andere Mal ein Auge zugedrückt.




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