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„Ist die Partei noch am Leben?“

WIEDENSAHL. Im Ortsverein der SPD herrscht dicke Luft. Der Grund: Seit der Wahl des Vorsitzenden Helmut Schaer vor vier Jahren hat sich in der Partei scheinbar nicht viel getan.

„Ist die Partei noch am Leben?“ wollte der Wiedensahler Günter Schuba während der Wahl der Kandidaten für die Gemeindewahl wissen.

Vier Jahre hätte es laut Schuba keine einzige Mitgliederversammlung gegeben – kann Schaer da überhaupt dem Verein vorstehen? „Ich fühle mich immer noch als Vorsitzender“, antwortete Schaer, der während der Wahl die Aufgabe des Versammlungsleiters übernahm. Doch an diesem Punkt ging die Kritik in die nächste Runde: „Du musst legal gewählter Vorsitzender sein, um die Versammlung zu leiten“, sagte Schuba. Schaer wehrte die Kritik ab: „Als wir vor vier Jahren einen Vorsitzenden gesucht haben, wolltest Du nicht!“

Auch wenn Schaer immer noch der Chef des Ortsvereines ist, wie er betonte, gab er zu, dass ihm die Aufgaben „zu viel geworden sind“. „Alle, die sich hier äußern, können den Posten gerne haben. Ich nehme alles auf meine Kappe“, so der Wiedensähler. Bei der nächsten Versammlung sei ohnehin eine Wahl angedacht.

Damit nicht genug: Klaus Sölter, für die Auswertung der Wahlzettel verantwortlich war, monierte einen fehlenden Namen auf der Liste. Auf Schaers Einwand, diesen handschriftlich nachzutragen, wetterte er: „Ich schreibe da nichts drauf.“ Schaer hatte jedoch eine einfache Erklärung für den fehlenden Namen: Die Person habe sich erst am Nachmittag der Wahl für eine Kandidatur entschieden. red



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