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Island - die Insel der Naturgewalten

Bückeburg. Um Island, Europas Vorposten im Eismeer, geht es in einem Diavortrag, den Stephan Schulz am Freitag, 25. Januar, um 19.30 Uhr im Niedersächsischen Staatsarchiv im Schloss halten wird.

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Feuerball und Eisland zugleich, ist Island vor allem ein Reiseziel für Naturliebhaber. Fauchende Geysire, brodelnde Schlammtöpfe und gewaltige Gletscher in endloser Weite wechseln mit kargen Schotterwüsten, die - so erzählt man - auch heute noch von Trollen und Elfen bevölkert werden. Per Auto, Fahrrad und zu Fuß hat der 3D-Fotograf Stephan Schulz diese Inselzu allen vier Jahreszeiten besucht. Auf dem Rücken von Islandpferden durchquerte er das Hochland auf einem historischen Reitweg zwischen den Gletschern Langjökull und Hofsjökull. In humorvollen Erzählungen beschreibt er, wie er sich mit dem Fahrrad auf teils fürchterlichen Wellblechpisten durchs Hochland kämpft, auf denen das Furten von eiskalten Gletscherflüssen noch den angenehmsten Teil darstellt, oder wie er im Winter im Niemandsland auf der völlig vereisten Ringstraße befürchten muss, von einer Orkanböe mit dem Auto von der Straße geweht zu werden ... Aber auch aus fotografischer Sicht war Stephan Schulz von dieser Insel fasziniert. Durch die ständig wechselnden Wetterverhältnisse entstehen einmalige Lichtstimmungen, und die langen Winternächte werden von unglaublich schönen Polarlichtern erhellt. Die klare Luft und die intensiven Farben machen diese Insel, die vor allem aus der Luft ihre Ursprünglichkeit offenbart, zu einem Traum für jeden Fotografen. Dreimal mietete sich Stephan Schulz ein Flugzeug, um die großartige Landschaft Islands aus der Vogelperspektive zu fotografieren und um am Beispiel des umstrittenen Karahnjukar-Staudammprojektes zudokumentieren, wie man die Naturgewalten der Insel auf zweifelhafte Art und Weise "verwerten" will. Auf seiner Reise lernte er außerdem einige ungewöhnliche Menschen kennen: Da ist Pall, der ein Xylophon aus Lavasteinen spielt, da ist der Eishai verarbeitende Hildibrandur, für den der etwas gewöhnungsbedürftige Geschmack dieses Fisches eine Delikatesse darstellt. Durch die Verwendung modernster 3D-Projektionstechnik sehen Sie alles so, als wären Sie selbst mitten im Geschehen - ein plastisches Diaerlebnis von Seltenheitswert.

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