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Nach zehn Jahren Leerstand steht Rohbraken-Immobilie vor dem Verkauf / Bauantrag "kurzfristig"

Investor will Seniorenheim am Seetor bauen

Rinteln (wer). Im Sommer vorigen Jahres erhielt die Rohbraken-Ruine einen Ehrenplatz in der SZ-Serie "Schandflecken" , jetzt hat der Dauer-Leerstand am Seetor einen Käufer gefunden: Ein Projektentwickler aus Hameln will auf dem Grundstück ein Senioren-Pflegeheim errichten. Es ist das mittlerweile dritte Projekt dieser Art in der Stadt, aber an einem Standort, bei dem Veränderung an sich bereits als positiv gilt. Der Bauantrag soll in den nächsten Wochen gestellt werden.

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Erste Abstimmungsgespräche mit dem Bauamt hat Projektentwickler Walter Greve von der "Kontur Bau Vision GmbH" aus Hameln bereits geführt, die erste Hürde offenbar genommen. Für den zentralen Standort am Südeingang der Stadt will Baudezernent Reinhold Koch hohe Maßstäbe an die Optik und Geschosshöhe anlegen. Die Entwürfe des Investors wurden mehrmals korrigiert, ein externer Vorschlag eingeholt. Inzwischen plant Greve ein dreigeschossiges Gebäude (plus Staffelgeschoss), dessen Höhe sich an die umliegenden Gebäude anpasse. Greve projektiert ein Pflegeheim für den mittelständischen Betreiber Kenneth Woods, der in Bad Nenndorf die Senioreneinrichtung "Florali" und weitere Heime im Harz unterhält. Geplant wird am Seetor ein Seniorenzentrum mit 75 bis 80 Plätzen. Dafür hat Greve (mit Rücktrittsklausel) sowohl das etwa 2000 Quadratmeter große Arealdes ehemaligen Baumarktes als auch das dahinterliegende Grundstück am Josua-Stegmann-Wall erworben. "Kurzfristig" will der Architekt aus Hameln den Bauantrag einreichen. Er hofft auf politische Zustimmung, auch wenn die Konkurrenz groß ist. Sowohl für die Nordstadt am Krankenhaus als auch für die Altstadt an der Ostertorstraße laufen Planungen für neue Alten- und Pflegeheime (wir berichteten). Der Bedarf ist in Rinteln vorhanden, fraglich ist nur, ob für drei Projekte gleichzeitig. Greve setzt im Wettbewerb mit der Konkurrenz auf den besten Standort: "Für das Seetor spricht die gute Erreichbarkeit sowohl der Innenstadt als auch des Blumenwalls." Der Mythos einer angeblich unverkäuflichen Immobilie scheint aber schon jetzt widerlegt. Schnell sei er mit dem Eigentümer über den Preis einig geworden, sagt Greve. Bereits zehn Jahre steht das Rohbraken-Gebäude leer, in der Vergangenheit waren alle Versuche eines Verkaufs gescheitert. Zuletzt hatte sich eine Rintelner Anwaltskanzlei für das Objekt interessiert. Seit dieses Vorhaben 2002 platzte, galt die Immobilie als hoffnungsloser Fall.



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