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Internet-Hoffnung für Eimbeckhausen im zweiten Anlauf?

BAD MÜNDER/HAMELN..Der geplante Breitbandausbau im Landkreis Hameln-Pyrmont ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Giga-Projekt. Bandbreiten von einem Gigabit sollen zum neuen Standard werden. Dazu sollen vom Unternehmen HTP 480 Kilometer Glasfaser verlegt werden – und das bis zum Jahr 2022.

Im Hintergrund der Ausbauplan: HTP-Geschäftsführer Thomas Heitmann argumentiert. Foto: Waldeck
Muschik, Moritz

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Moritz Muschik Volontär zur Autorenseite

Noch 2018 sollen die ersten Haushalte angeschlossen sein. Ein großes Projekt – und viele Fragen: Was ist zum Beispiel mit den Orten, die außerhalb der öffentlichen Förderung liegen? Auf einer Informationsveranstaltung im Kreishaus haben Geschäftsführer Thomas Heitmann und Landrat Tjark Bartels ein Update zum schnellen Internet gegeben.

Heitmann präsentierte eine Karte mit dem Ausbauplan. „97 Prozent aller förderfähigen Adressen sind in der Planung berücksichtigt“, betonte er. „Ich glaube, viel mehr kann man nicht machen.“ Bartels ergänzte: „Im Moment ist alles, was gesetzlich erlaubt und möglich ist, von uns ausgeschöpft. Mehr können und dürfen wir im Landkreis derzeit nicht tun.“ Hintergrund: Der öffentlichen Hand ist es untersagt, Bereiche mitzuversorgen, die über der Schwelle von 30 Mbit liegen. Alle Haushalte, die momentan nicht mit einer Internetgeschwindigkeit von 30 Mbit pro Sekunde versorgt werden können, gelten als unterversorgt.

Aber es gibt auch Hoffnung für Haushalte, die nur knapp über der Aufgreifschwelle liegen. Denn: Der geplante Glasfaserring durch den Landkreis könnte in einem zweiten Schritt Ausgangspunkt für weitere Erschließungen sein – auch für Ortsteile, die bislang nicht im Ausbauplan berücksichtigt sind. Dazu gehört zum Beispiel Eimbeckhausen. Der Ortsteil der Stadt Bad Münder ist im Wesentlichen von der Telekom erschlossen. „Wir haben grundsätzlich die Wahl, ob wir erste und zweite Gewinner produzieren oder ob wir das nicht schaffen und nur Verlierer haben“, meint Bartels. Der Glasfaserring sei vom Grundsatz her die einzig mögliche Voraussetzung für weitere Erschließungen. Sollten Orte auf Grundlage der Daten falsch eingeschätzt worden sein, sollte das an den Landkreis gemeldet werden. Wenn diese Bereiche dann definitiv förderfähig wären, werde versucht, sie in dem Erstausbau noch zu berücksichtigen. Solche Fehler entstünden durch falsche Angaben bei der Mindestversorgung.

Ahrenfeld ist das Dorf, in dem der Breitbandausbau starten soll. Dort kann das neue Netz an die im Nachbarlandkreis bereits vorhandene HTP-Infrastruktur angeschlossen werden. Voraussetzung ist allerdings auch hier, dass 40 Prozent der Haushalte einen Vorvertrag mit dem neuen Anbieter abschließen. Diese Hürde muss für den geplanten Ausbau zunächst überwunden werden. Dabei soll voraussichtlich noch in diesem Jahr gebaut werden. „Die einzige Auffahrt, um den Landkreis
in Breitband-Höchstgeschwindigkeit zu bringen, ist, jetzt überall die 40 Prozent Mindestbeteiligung zu bekommen“, unterstrich Bartels. Denn: Je länger es dauert, die entsprechenden Unterschriften einzuholen, desto mehr würde sich das Gigabit-Projekt verschieben.



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