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Internationales Spielefest mit Ausnahme-Programm

BAD MÜNDER. „Wer im Freibad feiert, der darf auch mal nass werden“, witzelt ein Teilnehmer des 25. internatonalen Spielefestes. Pünktlich zur offiziellen Eröffnung um 13.15 Uhr hatte es nämlich einen ordentlichen Regenschauer und Donnergrollen überm Rohmelbad gegeben.

Tanzen mit dem Tiger, singen mit Volker Rosin – der Turntigertanz war einer der Höhepunkte im Programm des Spielefestes. Fotos: Huppert

Autor

Christoph Huppert Reporter

Was aber weder die Akteuren auf der Bühne noch die großen und kleinen Gäste an den Buden und Event-Attraktionen ernsthaft kümmerte. Die lauschten interessiert den beiden jugendlichen Nachwuchsmoderatorinnen Lara und Ada von der Lollipopp-Redaktion von Radio Aktiv und ihrem ausgiebigen Interview der Landwirtschaftsministerin oder tanzten sich mit Bianca Rakel warm für den umjubelten Auftritt des Kinderlieder-Stars Volker Rosin. Der versetzte Mütter und Kinder dann mit seinen Klassikern aus Film, Funk und Fernsehen in Hochstimmung. „Kinder sind das härteste Publikum der Welt“, gestand Rosin, der zusammen mit seinem Sohn und Merchendising-Chef Alexander ins Rohmelbad gekommen war.

Wie man auf solche Ohrwürmer kommt? „Das ist eine Mischung von bewahrter Kindlichkeit und Professionalität“, so Rosin. Und dass die Frage: „Wie heißt die Mutter von Nicki Lauda“ von der begeisterten Kindermenge vor der Bühne lautstark im Chor beantwortet wurde („Mama Laudaaa“), bedarf keiner Erwähnung.

Möglich wurde Rosins Auftritt, der Teil einer Tournee ist, durch die finanzielle Hilfe von Dieter Koenzegen, dem Vorsitzenden des Fördervereins Bundesdeutscher Hilfsdienste und Hauptsponsor des Spielefestes. Der hat auch die recht simple Rollenrutsche im hinteren Teil des Bades durch eine aufblasbare Konstruktion wesentlich attraktiver gemacht.

Ein Fest, das sich
jeder leisten kann

Nach Rosins Auftritt verzog sich dann auch der Regen und immer mehr Besucher drängten ins Rohmelbad. „Toll, dass die Stadt mitspielt und der Eintritt kostenfrei ist“, lobte SC-Chef Thomas Umlauf die Stadt. Ein Lob auf Gegenseitigkeit, denn auch Bürgermeister Hartmut Büttner, der mit seiner Frau von Stand zu Stand schlenderte, war voll des Lobes. „Tolles Bühnenprogramm, tolle Attraktionen, ein Superbespiel für die funktionierende Bürgergesellschaft“, stellt er anerkennend fest.

Die im Tanztiger-Kostüm versteckte Britta Daniel-Tonn geriet mächtig ins Schwitzen und Johanna und Mathilda, die beiden zwölfjährigen Schülerinnen schossen noch schnell ein Selfie mit Volker Rosin. Eigentlich seien sie ja schon ein bisschen zu alt, aber früher, „da war er unser Star“, berichten die beiden.

Nur der aufblasbare Riesenwal auf der Wiese vorm Ausgang hat schlapp gemacht. Ein Kurzschluss hat ihm die Puste ausgehen lassen. Kein Problem, denn Björn Eggers, der zusammen mit seiner Firma aus Barsinghausen die vielen aufblasbaren Burgen, Berge und sonstigen Kletter- und Rutschkonstruktionen geliefert hat, hat ausreichend Alternativen aufgebaut. Am Abend zählten Umlauf und seine gut 100 Helfer mehr als 1300 Gäste. Ein Rekordbesuch.

Manuel Karnikowski aus Aerzen gewann das Herrenfahrrad der Fahrradwerkstatt-Tombola der münderschen Tafel. Und für Thomas Umlauf, die Vertreter der Stadt, den „Arbeitskreis gegen Ausländerfeindlichkeit“ um Petra Joumaah und Dieter Koenzgen als finanziellem Wohltäter steht außer Frage: Auch 2019 wird es wieder ein internationales Spielefest geben. Nicht ganz so üppig vielleicht wie im Jubeljahr, aber genauso attraktiv. Wie hatte Volker Rosin zuvor gesagt? „Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen.“



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