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Stadt möchte Beteiligung auflösen

Interargem-Anteil bringt mehr als eine Million Euro

Stadthagen (jl). Die Stadt will sich von einer relativ lukrativen Kapitalbeteiligung trennen. Es geht um Stadthäger Anteile an einer Tochterfirma des Energiekonzern E.on Westfalen-Weser im Wert von mehr als einer Million Euro. Die Entscheidung soll am Mittwoch im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung fallen.

Das Geld, das per Beschluss des Aufsichtsrates der städtischen Wirtschaftsbetriebe und abschließend des Rates wieder flüssig gemacht werden soll, hatte die Stadt nach den Schilderungen von Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD) vor Jahren in der Interargem festgelegt. In dieser Gesellschaft hatte die seinerzeit aus diversen Energieversorgern fusionierte E.on Westfalen Weser die Müllverbrennungsanlagen Bielefeld sowie Hameln-Afferde zusammengefasst. Wie Hellmann auf Anfrage erläuterte, war die Interargem-Beteiligung für Stadthagen eine recht lukrative Sache, weil von dort jährlich relativ hohe Dividenden ausgeschüttet worden seien. Jetzt ist die Interargem nach dem Willen des Haupteigentümers zum Auslaufmodell deklariert worden. E.on strukturiert seine derzeit sieben Regionalfirmen um. Laut Bürgermeister sollen daraus zwei Firmen werden. Wegen der Umstrukturierung hat E.on den kommunalen Interargem-Gesellschaftern einen Vorzugsverkauf ihrer Anteile angeboten. Dieses Angebot hatte es im vergangenen Jahr schon einmal gegeben, war aber laut Bürgermeister wohl auf nur geringe Resonanz gestoßen. Jetzt können sich die kleinen Gesellschafter bis zur E.on-Hauptversammlung am 19. August entscheiden. In Stadthagen sieht die Tendenz nach den Andeutungen Hellmanns im Aufsichtsrat der Wirtschaftsbetriebe und im Rat der Stadt nach verkaufen aus. Außer dem günstigen Angebot spielt laut Stadtoberhaupt folgender Gedankengang eine wichtige Rolle: "Wir sind kein Sparverein. Das Geld soll für die Bürger ausgegeben werden." Das Geld, das sind in diesem Fall nahezu 1,5 Millionen Euro. In welche Richtung es vom Empfänger Wirtschaftsbetriebe fließen soll, dazu hat das Stadtoberhaupt schon feste Vorstellungen. Diese sollen nach Hellmanns Willen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht durch die Zeitung verbreitet werden. Für diese Summe nehmen es die Verantwortlichen durchaus in Kauf, dass die Interargem-Dividende nach dem Verkauf nicht mehr fließen wird.




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