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Strebost: "Ergebnisoffen prüfen" / Hauß greift "Ideologen in Stadtverwaltung" an

Innerstädtischer Ringverkehr soll her

Stadthagen (ssr). Forderungen nach einem innerstädtischen Ringverkehr für Stadthagen sind auf der jüngsten Versammlung der Stadt zur Nordstadt-Initiative erhoben worden. Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD) reagierte sofort: "Eine Öffnung von Obern- und Niedernstraße wird es mit mir nicht geben."

Autoverkehr auf der Obernstraße? Auf der Nordstadt-Versammlung w

Der Geschäftsmann Peter Hauß, der in der nördlichen Altstadt Immobilien besitzt, sprach von einer "desaströsen Verkehrsplanung" in der Kreisstadt. Autofahrer kämen in der Innenstadt weder angemessen von Nord nach Süd noch umgekehrt. Darunter leide nicht nur, aber besonders, die nördliche Altstadt. Dort sei die Lage bereits "fünf nach zwölf", warnte Hauß und rief den Vertretern der Verwaltungsspitze zu: "Wenn Sie keinen Ringverkehr hinkriegen, werden Sie niemals jemanden finden, der hier ordentlich investiert." Die hiesige Verkehrsplanung inklusive der ausgedehnten Fußgängerzone sei "den Ideologien der siebziger und achtziger Jahre entsprungen", fuhr Hauß fort. Die Zeit sei aber mit veränderten Erfordernissen weitergegangen. Hauß richtete unter offenkundiger Anspielung auf den anwesenden Bauamtsleiter Manfred Fellmann an Bürgermeister Bernd Hellmann den Appell: "Nehmen Sie den Ideologen, die auch mit an der Spitze Ihrer Verwaltung stehen, die ideologischen Spielzeuge aus der Hand." Daraufhin war in der Versammlung kräftiger Applaus hörbar. Der Unternehmer Karl-Ernst Strebost forderte, dieÖffnung von Obern-, Niedern-, Echtern- und Klosterstraße für den Autoverkehr müsse "zumindest ganz neu ergebnisoffen geprüft wer den". Die weitläufge Fußgängerzone sei vor 25 Jahren vor allem Ergebnis einer wegen der Millionen aus der Städtebauförderung unter Zeitdruck stehenden Entscheidung gewesen. Das Resultat sei auch als "Querschnittslähmung" für die Altstadt interpretiert worden, zitierte er Kritiker von damals. Mittlerweile könne ohne Zeitrduck wieder vorbehaltlos diskutiert werden, meinte Strebost. Der Kaufmann Frank Gröger schlug konkret vor, die Fußgängerzone auf der Echternstraße zumindest bis zur Querstraße zu öffnen und dort einen Wendehammer einzurichten. Viele Kunden würden Autostellplätze direkt vor den Geschäften - vor allem wenn es um schwerere Waren gehe - nun einmal bevorzugen. Nikolaus von Schöning, Chef des Stadtmarketingvereins, pflichtete bei, die Stadt solle "die Möglichkeit der Schaffung eines Ringverkehrs für die Kreisstadt zumindest mal andenken". Eine optimale Verkehrsführung sei für eine Einkaufsstadt immer mehr ein wichtiger Standortfaktor.



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