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Innenstadt verliert noch mal 35 Parkplätze

Bad Münder. Seit Wochen wird in den politischen Gremien der Stadt über die Entwidmung von zwölf Parkplätzen an der Langen Straße zugunsten der Feuerwehr diskutiert. Die Notwendigkeit der Maßnahme ist unstrittig, auch wenn damit die schwierige Parkplatzsituation rund um die Innenstadt noch verschärft wird. Und das, wo die Stadt in Kürze etwa 35 Einstellplätze an der Wallstraße verliert. Nach Informationen dieser Zeitung darf der gesamte Parkplatz ab dem 1. März nur noch von den Kunden des Fitnessstudios und des Getränkemarktes genutzt werden.

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Damit hat Denis Klünder, Betreiber des „Aktiv Gesundheitszentrum“, Konsequenzen aus dem seit geraumer Zeit schwelenden Konflikt mit der Stadt gezogen. Die Verwaltung hatte Anfang 2013 mit der Unternehmensgruppe Bruns, dem Eigentümer der Immobilien und des Grundstücks an der Wallstraße, einen Nutzungsvertrag über die Hälfte des Parkplatzes abgeschlossen, um diesen öffentlich zugängig zu machen. Während der nicht gekennzeichnete Bereich also bisher als Parkraum für die Allgemeinheit zur Verfügung stand, war der rechte Bereich des Parkplatzes den Kunden der Getränkequelle und des Fitnessstudios vorbehalten – zumindest in der Theorie.

Seit eineinhalb Jahren betreibt Klünder sein Studio in Bad Münder. Die Parkplatzsituation sei von Beginn an schwierig gewesen, trotz der vielen vorhandenen Stellflächen. „Der Parkplatz ist immer voll, auch wenn bei mir im Studio nur drei Leute trainieren“, ärgert sich Klünder. Das mache natürlich auf potenzielle Neukunden keinen guten Eindruck und auch Mitglieder drehten angesichts des vollen Parkplatzes häufig wieder ab. Seit der Neueröffnung des neuen Eiscafé Dolmen und natürlich donnerstags während der Marktzeiten sei die Situation noch schlimmer.

Vergangene Woche hat Klünder das Gespräch mit Bürgermeister Hartmut Büttner gesucht. Weil er jedoch nicht an eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung glaubt, hat der Selbstständige aus Sorge, seine Kunden „zu vergraulen“, Nägel mit Köpfen gemacht und mit seinem Vermieter gesprochen. Dieser nimmt den Ärger seiner Mieter ernst.

Die Unternehmensgruppe Bruns hat den Nutzungsvertrag mit der Stadt jetzt zu Ende Februar gekündigt. Die bisher von der Verwaltung getragenen Kosten für den Winterdienst übernimmt Klünder. Büttner bestätigt, dass die kurzfristige Kündigung durchaus den Vertragsbedingungen entspricht. Der Bürgermeister hofft dennoch, dass sich noch eine andere Lösung für den Konflikt finden lässt: „Wir sind noch nicht am Ende.“ Es werde weitere Gespräche mit dem Eigentümer geben. „Wir wollen schließlich die Innenstadt nicht weiter schwächen.“

Kurzfristig soll nun also auch auf der linken Parkplatzseite ein Schild aufgestellt werden: „Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge werden kostenpflichtig abgeschleppt“. Klünder will bis Ende des Monats seinen Kunden ein Kennzeichnungsblatt aushändigen, das bei dem Benutzen des Parkplatzes im Fahrzeug ausgelegt wird.col



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