weather-image
21°
Arbeitsgruppe regt Gründung einer Gesellschaft und Einsetzung eines Geschäftsführers an

Initiative will das Stadtmarketing reformieren

Bad Münder (jhr). Das mündersche Stadtmarketing bedarf einer dringenden Reform, darin sind sich die Mitglieder einer neuen Initiative einig. Nur wenige Tage nach der Kommunalwahl stellen sie jetzt ihre Vorschläge für neue Impulse und Akzente vor – die in der Gründung einer Unternehmergesellschaft und der Einsetzung eines Geschäftsführers gipfeln sollen.

Heinrich Dreyer, Peter Nehmann, Hermann Wessling, Ilona Schewe und Rainer Jacob (v.l.) stellen ihr Reformkonzept vor.  Foto: jhr

Ansatzpunkt für die Arbeitsgruppe, die sich um Hermann Wessling, vor rund zehn Jahren Initiator des münderschen Stadtmarketings, gebildet hat: Der Zukunftsvertrag wird sich auch auf das Stadtmarketing auswirken. „Aufgrund der massiven Budgetkürzung bei der GeTour wird die bisherige Koordination und Moderation des Stadtmarketings Ende 2011 stark beschnitten“, erklärt er. Mit seinem Ansatz stieß er bei Heinrich Dreyer, Wirtschaftsprüfer und Mediator aus Nienstedt, Rainer Jacob, Stadtmarketing- und Kulturberater aus Nettelrede, Peter Nehmann, Architekt und ehemaliger Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung aus Flegessen, und der selbstständigen Marketingberaterin Ilona Schewe aus Minden auf offene Ohren – in vier Arbeitssitzungen verständigten sie sich auf Grundzüge eines Konzeptes.

Dabei wagten die Gruppenmitglieder zunächst den Blick über den Tellerrand: In Springe habe Stadtmanagerin Anike Fritz deutliche Impulse gesetzt, in Hameln und Hessisch Oldendorf verändern sich gerade die Strukturen, in Wennigsen werde verstärkt auf Fundraising gesetzt und Lauenau sei allein schon aufgrund seiner wirtschaftlichen Situation besser aufgestellt. Das Fazit: Wenn Bad Münder nicht mit neuen Ideen und mehr Elan in Schwung komme, werde sich die ohnehin schwierige Wettbewerbssituation zuungunsten der Stadt weiter verschieben.

Mit diesem Ansatz ermittelten die Mitglieder Stärken und Schwächen, sattelten darauf ihr neues Konzept auf. Die Basis: Das vom Rat verabschiedete Zukunftsentwicklungsprogramm (ZEP) soll schrittweise umgesetzt werden – „damit sich Bad Münder nicht von seiner Zukunft verabschiedet“, heißt es. Eine schlagkräftige und effektive Organisation mit verbindlichen Regeln soll geschaffen werden und an die Stelle der bislang von den „drei Säulen“ Stadt, GeTour und Wirtschaftsvereinigung getragenen informellen Kooperation treten – als Unternehmergesellschaft, in die alle gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gruppen der Stadt integriert werden. Um dem Stadtmarketing ein „Gesicht“ zu geben, soll ein Geschäftsführer bestellt werden – auch dazu, wie diese Stelle finanziert werden könnte, hat sich die Gruppe erste Gedanken gemacht, die aber im weiteren Dialog weiterentwickelt werden sollen. Als Stichwort dazu nennen die Gruppenmitglieder das Fundraising.

Wichtig ist Wessling und seinen Mitstreitern, nicht den Eindruck entstehen zu lassen, dass gegen die Stadt, die Wirtschaftsvereinigung oder die GeTour gearbeitet wird. Ihr Konzept haben sie bereits an „Schlüsselpersonen“ in Bad Münder verschickt, wichtig ist ihnen aber auch: Es müsse viel offener und breiter als bisher mitgeteilt werden, was Stadtmarketing kann und soll. „Wir müssen in einen Dialog eintreten“, sagt Wessling.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt