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Wie darf im Baugebiet "Schützenstraße" zukünftig gebaut werden?

Information kontra Unterschriften

Nienstädt (mw). Mit einer geplanten Informationsveranstaltung reagiert die Gemeinde Nienstädt auf den Protest zahlreicher Anwohnern des Baugebietes "Schützenstraße". Diese haben sich gegen eine Änderung der dort bislang geltenden Grundflächenzahl und somit der Bebaubarkeit der Grundstücke gewandt.

Gleich zwei Beschlüsse hat der Rat der Gemeinde Nienstädt hinsichtlich des Bebauungsplanes Nr. 08 "Schützenstraße" gefasst. Im Sommer sei von einem Anlieger angeregt worden, die bauliche Ausnutzbarkeit der dortigen Grundstücke zu verbessern, so die Information der Gemeinde Nienstädt. Daraufhin sei bereits anlässlich einer Ratssitzung im September beschlossen worden, im gesamten Baugebiet als Grundflächenzahl einheitlich 0,2 statt der bisherigen 0,15 festzusetzen.Die Grundflächenzahl regelt nach Auskunft von Gemeindedirektor Rolf Harmening die maximal zulässige versiegelte Fläche im Verhältnis zur Grundstücksfläche. Gegen dieses Vorhaben habe sich zwischenzeitlich jedoch Widerstand gezeigt. Einstimmig hat der Rat nun laut Harmening beschlossen, zunächst den Bereich, in dem die Grundflächenzahl 0,15 gilt, auszuweiten: Dieser umfasst jetzt auch drei Grundstücke östlich und westlich der verlängerten Kreuzstraße, die in Richtung Birkenhöhe führt. In dem zweiten Tagesordnungspunkt, der sich mit dem Bebauungsplan Nr. 08 "Schützenstraße" befasst hat, wurde dann seitens der Gemeinde erläutert, dass Anwohner des Baugebietes "zahlreiche Unterschriften von Grundstückseigentümern" gesammelt haben. Deren Protest richtet sich gegen die Änderung der Grundflächenzahl auf 0,2. Da diese Unterschriftengeber die "deutliche Mehrheit der betroffenen Grundstücke" darstellen, brachte die Verwaltung den Beschlussvorschlag ein, die Pläne für eine Änderung der Grundflächenzahl nicht weiter zu verfolgen. Christiane Reckmann, die stellvertretende Bürgermeisterin (SPD), schlug indes vor, zunächst eine Informationsveranstaltung für die betroffenen Anlieger durchzuführen. Diesem Vorschlag stimmte auch Petra Ritter (CDU) zu. Thomas Künzel (Grüne) plädierte dagegen dafür, das Vorhaben nicht weiter zu verfolgen. Bei einer Gegenstimme entschied sich der Gemeinderat schließlich für die Variante der Informationsveranstaltung.




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