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Infoabend: Arbeit ist der Schüssel für Integration

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VON JENS RATHMANN

Eingeladen hatte zu der Veranstaltung die Stadt in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter, der AIBM und der Flüchtlingssozialarbeit im Landkreis. Gleich zwei Motivationen dafür stellte Bürgermeister Hartmut Büttner im Konzertsaal-Foyer in den Mittelpunkt: Die Förderung der Integration der Schutzsuchenden und die Möglichkeit für Unternehmen, vor dem Hintergrund der sich ankündigenden demografischen Entwicklung von den Potenzialen der Asylsuchenden zu profitieren.

„99,9 Prozent der geflüchteten Menschen wollen arbeiten und bringen Lernwillen mit. Wer so eine Flucht auf sich nimmt, der macht das nicht aus Lustlosigkeit“, verdeutlichte auch Sven Schnase, Flüchtlingssozialarbeiter beim Landkreis.

Rund 20 Vertreter von Unternehmen aus Bad Münder hatten auf die Einladung von Sina Bruns, bei der Stadt zuständig für den Fachdienst Integration, reagiert und ließen sich von den professionell mit der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt Befassten informieren. Dabei ging es auch um die Wege, die zum Erfolg führen sollen. „Kurzfristig versuchen wir, den Flüchtlingen die Möglichkeit zu geben, Deutsch zu lernen. Bei jungen Leuten geht es darum, Schulabschlüsse nachzuholen. Mittelfristig ist das Ziel, sie in Arbeit zu bringen. Langfristig sie so in Arbeit zu bringen, dass sie Wissen und Berufsabschlüsse nachweisen können, die sie befähigen, hier Fuß zu fassen oder in ihrer Heimat Fuß zu fassen“, erklärte Schnase. Ziel der Veranstaltung sei es, das Potenzial der Flüchtlinge mit den Interessen der Unternehmen zusammenzubringen.

Dafür ist allerdings auch ein Grundverständnis für die Situation der Flüchtlinge, für die Stadien im Asylverfahren und Auswirkungen auf den Zugang zum Arbeitsmarkt notwendig. Und schließlich sind auch Fördermöglichkeiten und mögliche Hürden in der Rekrutierung von Geflüchteten für Betriebe und Firmen von Bedeutung. Sevinc lieferte dazu einen Überblick, empfahl den Kontakt zur Ausländerbehörde, um auch bei Einstiegsqualifizierungen von Asylsuchenden nicht gegen Vorgaben zu verstoßen. Trainingsmaßnahmen, in denen bei der Arbeitsagentur oder beim Jobcenter Gemeldete bis zu sechs Wochen lang auf ihre Qualifizierung für bestimmte Tätigkeiten erprobt werden können, wurden von Sevinc ausdrücklich empfohlen. „Kommen sie auf uns zu, sprechen sie uns an“, empfahl der den Unternehmensvertretern. Bestandteil dieser Trainingsmaßnahmen soll immer auch die Möglichkeit sein, die Sprachkenntnisse zu verbessern.

Überhaupt Sprache: Für den Teamleiter im Arbeitgeberservice ist sie das A und O. Eine erfolgreiche Ausbildung sei ohne ausreichende Sprachkenntnisse nicht möglich. Und auch Unternehmensvertreter betonten die Notwendigkeit von Sprache bei der Integration von Flüchtlingen in das Arbeitsleben. „Wir stehen noch ganz am Anfang. Wir sollten uns nicht entmutigen lassen“, erklärte Büttner.



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