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Saisoneröffnung an diesem Wochenende: Werke der Künstlerkolonie Worpswede und Malerei von Isa Dahl

In Schwalenberg zieht endlich wieder die Kunst ein

Schieder-Schwalenberg. Mit zwei hochkarätigen Ausstellungen eröffnet im Künstlerort Schwalenberg an diesem Wochenende die Ausstellungssaison 2011. In der Städtischen Galerie (Marktstraße 5) sind unter dem Titel „UnEndlich Landschaft. Die Künstlerkolonie Worpswede“ Meisterwerke aus Worpswede bis 13. Juni zu sehen. Und im Robert-Koepke-Haus (Polhof 1) zeigt die Stuttgarter Künstlerin Isa Dahl mit „sichtweise“ ihre farbintensiven Malereien. Öffnungszeiten für beide Expos: dienstags bis samstags jeweils 14 bis 17.30 Uhr, sonntags 10 bis 12 und 14 bis 17.30 Uhr. Ein Besuch beider Ausstellungen ist unbedingt zu empfehlen. Warum? Natürlich darum:

UnEndlich Landschaft. Die Künstlerkolonie Worpswede (Eröffnung am Sonntag, 1. Mai, 16 Uhr):

Worpswede, das nördlich von Bremen in der Landschaft des Teufelsmoores liegt, wurde ab 1884 von einer Handvoll junger Maler entdeckt. Ebenso wie viele andere Künstlerkollegen in ganz Europa hatten sie den Städten und der wachsenden Industrialisierung den Rücken gekehrt und suchten in der Natur neue Inspirationen für ihre Kunst. 1889 schlossen sie sich als Künstlergemeinschaft zusammen. Diese Maler und Sucher der ersten Jahre – unter ihnen Otto Modersohn, Heinrich Vogeler, Paula Modersohn-Becker und der Dichter Rainer Maria Rilke – begründeten den Mythos Worpswedes, der sich binnen weniger Jahre bis über die Grenzen Deutschlands hinaus verbreitete und den Ort zu einem „Weltdorf“ der Kunst machte.

Bis heute sind Generationen von Künstlern dem Ruf Worpswedes gefolgt und haben dem Ort neue Impulse und Facetten hinzugefügt. Die Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel und die Kulturstiftung Landkreis Osterholz haben ihre wertvollsten Bilder der ersten sowie der folgenden Malergenerationen zusammengestellt, um sie in diesem Jahr erstmals in dieser Anzahl außerhalb Worpswedes zu präsentieren. Die Ausstellung eröffnet einen Dialog zwischen den beiden ehemaligen Künstlerkolonien und setzt darin die Tradition des künstlerischen Austausches fort, der schon Ende des 19. Jahrhunderts die Künstler reizte, zusammenzuarbeiten und zu leben.

sichtweise – Isa Dahl, Malerei (Eröffnung am Sonntag, 1. Mai, 17 Uhr – die Künstlerin ist anwesend):

Der Stuttgarter Künstlerin Isa Dahl geht es in ihren Werken um die Wirkung von Farbe als autonomes Medium. Dabei überrascht die Einfachheit der Formen in ihren Bildern, die gleichzeitig eine außerordentliche malerische Wirkung von der Fläche in den Raum hinein haben. Typisch für die Malerei von Isa Dahl ist eine lasierende Malweise, bei der sie Schicht um Schicht der transparenten Farbe aufträgt und dadurch eine enorme Bildtiefe und Leuchtkraft erreicht. Der Malprozess, die Spur des schnellen, bewegten Pinselduktus ist der Mittelpunkt der künstlerischen Intention und der Seherfahrung des Betrachters. Dabei erkennt der Betrachter in Dahls Arbeiten Strukturen, die eine Verwandtschaft zu anderen Sehmustern haben, und so bewegt sich Isa Dahl mit ihren Arbeiten auf einem Grat zwischen Abstraktion und Realitätsbezug beispielsweise zur Natur.




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