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WGL fordert Landrat auf, Schulmittelfonds anzulegen

"In Köpfe statt in Beton investieren"

Landkreis (gus). Die Wählergemeinschaft Linksbündnis hat Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier aufgefordert, Schulmittelfonds für Kinder aus Familien mit geringen Einkommen anzulegen. Als Gründe nannte die WGL-Kreistagsabgeordnete Marion Holz die steigende Zahl an Schülern aus Familien, die von Arbeitslosengeld IIleben müssen. Die WGL spricht von einer Investition "in Köpfe statt in Beton".

Holz hat ihr Ansinnen in sechs Punkten konkretisiert. Die ersten drei Punkte beziehen sich auf den Aspekt der Bedürftigkeit. Demnach sollen alle Schüler, deren Eltern Arbeitslosengeld II beziehen, ihre sämtlichen Kosten für Lehrmittel und Schreibuntensilien (Hefte und Stifte) aus dem Fonds erstattet bekommen. Kostenloses Mensa-Essen wird ebenfalls gefordert. Ferner fordert Holz die Kreisverwaltung auf, Obergrenzen für die zu erstattenden Kosten für Sportkleidung und Schultaschen festzulegen. Außerdem soll eine Liste der an den Schulen verwendeten Bücher erstellt und ständig aktualisiert werden. So hofft Holz, dass bedürftigen Kindern seitens der Schulen kostenlose Exemplare zur Verfügung gestellt werden können. Das Holz-Schreiben an den Landrat enthält auch einen Auftrag an den obersten Verwaltungsbeamten des Kreises, "auf die ?Arge' einzuwirken", damit diese den zuschussberechtigten Schülern ein "nicht zuückzuzahlendes Darlehen" gewährt. Die "Arge" ist eine Kooperation von Landkreis und Job-Center, die für die Vermittlung und Betreuung Arbeitssuchender zuständig ist.

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