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Heimatverein Kleinenbremen setzt auf Tourismus

In die Hartingsche Mühle zieht ein Dorfcafé ein

Kleinenbremen. Der Heimatverein Kleinenbremen treibt den Tourismus im Ort weiter voran. So könnte in die Hartingsche Mühle ein kommerzielles Dorfcafé einziehen, wie Vorsitzender Walter Caselitz während der Jahresversammlung bekannt gab. Einen Bewerber gebe es.

An der Hartingschen Wassermühle will der Heimatverein mit einem

Denkbar wäre das Mühlencafé von 2009 an. Im laufenden Jahr könnte es noch zu einer Art Mischform aus ehrenamtlicher Arbeit und professioneller Bewirtschaftung kommen. Unter der Regie von Ehrenamtlichen sollen auf jeden Fall die fünf Mahl- und Backtage 2008 laufen. Als einziges Minden-Lübbecker Dorf hat Kleinenbremen zwei Mühlen im Programm. Die Hartingsche Wassermühle gehört zu den Aushängeschildern des Vereins. Gut möglich, dass in Zukunft auch andere Objekte als Unternehmen laufen. Kleinenbremen, so hieß es, habe eine "touristische Perlenkette" zu bieten: Lohmannsches Backhaus, Biergarten "Olympia", Schützenhaus mit Bouleplatz, Backhaus Meierhof, Kirche, Dorfplatz sowie demnächst die Energie- und Kulturwerkstatt. Durch den Mühlenpatt würden diese Perlen verbunden. "In einer zum Teil kommerziellen Bewirtschaftung und Betriebsführung der Objekte sehe ich eine große Chance für unser Dorf", erklärte Caselitz. Unter anderem könnten zusätzliche Arbeitsplätze in Kleinenbremen entstehen. Seit 25 Jahren kümmert sich der Verein ehrenamtlich um Sanierungen und Pflege, Dorfwettbewerbe, Schnatgänge, Kultur- und Landschaftspflege, Dorfgemeinschaft und vieles mehr. Die ehrenamtliche Arbeit wird fortgeführt. Vom künftigen Dorfcafé verspricht sich Caselitz eine Signalwirkung. Ein Fahrradverleih oder Kleinenbremer, die Kutschfahrten anbieten, könnten auf den Zug springen. Die Weichen sind nach Überzeugung von Friedrich Vogt gestellt, nachdem die auswärtige Firma Dyna Energetics von Plänen abgerückt ist, in der Grube Bergmannsglück einen Sprengbetrieb einzurichten. "Für neues Gewerbe im nennenswerten Rahmen sehe ich kaum Chancen", sagte der Vorsitzende des Bezirksausschusses. Stärken möchte er den Tourismus. Gleichzeitig warb Vogt angesichts zunehmender Leerstände bei Wohnungen und Häusern dafür, mehr Ferienwohnungen anzubieten. Keine zehn gibt es davon in Kleinenbremen. "Und wir brauchen noch Investoren", so Vogt, der zum Beispiel an die Gastronomie denkt. "Total beeindruckt" ist er vom Mitmach-Museum, das gerade entsteht. "Nach fast 16 Jahren war der Wechsel unbedingt nötig", betonte Dr. Gerhard Franke, Leiter des Museums für Bergbau und Erdgeschichte. Unter anderem kommt in das Wiegehaus im Steinbruch eine Steinhauerei, in die Küche der früheren "Steigerstuben" eine Fossilien-Präparation sowie in die Grotte am Eingang eine Schmiede. "Wir lassen die alte Industriebrache im Steinbruch wieder deutlich hervorkommen", so Dr. Franke. Die Ausstellung bleibt, soll aber ergänzt werden. An anderer Stelle kommt demnächst eine weitere Kleinenbremer Attraktion hinzu: Flott voran geht es mit der Mönkhoff-Mühle. Die Toilettenanlage sei fertig, der Turbinenschacht werde überprüft, damit die Turbine eingebaut werden könne, wie Projektleiter Walter Kunz berichtete. Unterwegs ist der Antrag auf 50 000 Euro Fördermittel aus dem EU-Programm "Leader plus". Bestimmt ist das Geld für den weiteren Ausbau von Müllerwohnung und Diele. "Wir sind guten Mutes", erklärte Vorstandsmitglied Angelika Heine, die bis Mitte des Jahres eine Entscheidung erwartet. In die frühere Müllerwohnung soll eine Energie- und Kulturwerkstatt inklusive musealer Ausstellung, in einen anderen Teil der Mönkhoffschen Mühle die Turbine zur Erzeugung von Energie aus dem Wasser kommen. Der Vorstand des Heimatvereins ist bestätigt worden. Lediglich einen Rollentausch hat es gegeben: Walter Kunz, vorher zweiter Kassierer, übernimmt den Posten der bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Ulrike Sandmann.

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