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Tagesmutter als Einstieg zum nächsten Kindergartenjahr

In Arbeit: Betreuung für Krippenkinder

Nienstädt (jl). In der Gemeinde Nienstädt soll es vom nächsten Kindergartenjahr an ein Betreuungsangebot für Kinder von einem Jahr an geben. Das soll jedoch noch keine Krippe wie in etlichen anderen Gemeinden sein. Gemeindedirektor und Samtgemeindebürgermeister Rolf Harmening (SPD) hat dem Kinder- und Jugendausschuss des Rates am Mittwoch ein "Einstiegsmodell" vorgeschlagen. Das ist die Einstellung einer Tagesmutter, die bis zu fünf Kinder betreuen soll.

"In der Gemeinde gibt es kein Angebot für Krippenplätze, es gibt auch keine Nachfrage", schilderte Harmening die derzeitige Situation. An der Nachfrage könnte sich nach seiner Einschätzung aber wegen des Elterngeldes durchaus etwas ändern. Deshalb soll das Betreuungsangebot der Gemeinde, das in den beiden vergangenen Jahren durch einige Plätze für Zweijährige, eine Ganztagsgruppe und zuletzt durch den Hort in Sülbeck ausgedehnt worden ist, nun abgerundet werden. Da zumindest im Kindergartenjahr 2007/2008 in Liekwegen und Sülbeck kein Platz für eine Krippengruppe ist, kommen die Räume der beiden Kindergärten nicht in Frage. Das könne sich allerdings von 2008 an wegen sinkender Kinderzahlen ändern. Weil außerdem offen sei, wie groß die Nachfrage ist, will die Gemeinde kein großes finanzielles Risiko eingehen und von Anfang mit voller Personalstärke arbeiten. Das wären zwei Erzieherinnen. Harmening schlug dem Ausschuss eineÜbergangslösung vor, die das niedersächsische Haushaltsgesetz erlaubt. Hiernach können Tagesmütter bis zu fünf Krippenkinder in anderen als ihren eigenen Räumen betreuen. Von dieser Möglichkeit möchte die Gemeinde Gebrauch machen, indem sie eine Erzieherin als Tagesmutter einstellt. Das sei bereits mit dem Landkreis abgesprochen und von dort als machbar bezeichnet. Auch Zuschussmöglichkeiten sind schon ausgelotet worden, so dass die Eltern voraussichtlich 200 bis 250 Euro monatlich bezahlen müssten. Als Raum schwebt Harmening eine leer stehende Wohnung über dem Liekweger Kindergarten vor. Diese müsste geringfügig umgebaut werden und hätte den Vorteil, das immer Betreuungspersonal in der Nähe ist. Für das Tagesgeschäft strebt die Gemeinde als Zweitkraft die Einstellung einer Ein-Euro-Kraft an, weil eine Frau mit der Betreuung von fünf Kindern überfordert wäre, so Harmening.



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