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Von den dicken Socken bis zum roten Rock: Viel Fachsimpelei rund um den neunten Trachtentag

In alten Truhen ruhen noch immer Schätze

Gelldorf (sig). Beim neunten "Schaumburger Trachtentag" handelte es sich nicht um ein Treffen der zahlreichen heimischen Volkstanzgruppen mit gemeinsamen Auftritten. Im Vordergrund stand vielmehr die Möglichkeit, sich bei dieser Veranstaltung Originalteile der Schaumburger Tracht zu beschaffen, die vielleicht lange Jahre in einer Truhe auf dem Dachboden schlummerten oder in alten Schränken aufbewahrt worden waren.

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Ein gewisser Kundenkreis ist der Arbeitsgemeinschaft "Trachten" der Schaumburger Landschaft bei diesen Treffen immer sicher. Schließlich gibt es im Landkreis über 20 verschiedene Volkstanzgruppen. Und die benötigen für ihre Mitglieder in jedem Jahr irgendwelche Zusatzteile oder auch komplette Ausstattungen für den Nachwuchs. Das Treffen im Hofcafé Eggelmann zeigte, dass es darüber hinaus aber auch zahlreiche private Interessenten gibt. Bei Erntefesten und anderen dörflichen Veranstaltungen sieht man durchaus immer noch Trachtenröcke. Die Dorfjugend zieht zum Beispiel beim Toltern gern die dörfliche Arbeitskleidung an. Kein Wunder, dass an den Ständen im Hofcafé richtiges Gedränge herrschte. Angeboten wurden unter anderem rote Röcke, Seidenschürzen, Mützen, bunte Tücher sowie die Einzelteile der Arbeitskleidung, zu der meistens blau- oder grau gestreifte Röcke sowie baumwollene Schürzen und dicke Socken gehören. Es ging auch um kleinere Einzelteile wie Schlipse und sogar Broschen. Schnell war zu spüren, dass hier viel Sachverstand zusammenkam. Der Trachtentag war eine ideale Gelegenheit zum Fachsimpeln und auch, um über Veranstaltungen und Termine zu sprechen. Das Ambiente des ländlichen Cafés bot die richtige Atmosphäre dafür. Mittendrin im Geschehen war der Sprecher der AG "Trachten", Bernd Mauelshagen. Er kündigte im Gespräch mit unserer Zeitung an, dass der 10. Schaumburger Trachtentag im kommenden Sommer auf dem Gut Münchhausen in Apelern abgehalten werden soll. Die Planungen dafür seien noch nicht abgeschlossen. Bernd Mauelshagen bemüht sich nach Kräften, alles zusammenzutragen, was von den vergangenen Generationen noch an Trachtenkleidung übrig geblieben ist. Deshalb sollte seine Aufforderung nicht überhört werden: "Da dürfte noch manches auf den alten Dachböden und in verstaubten Truhen liegen, das wir gut gebrauchen können. Wer etwas findet, kann mich dann unter der Telefonnummer (05721) 79 927 erreichen."



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