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"Zahl der Kurzzeit-Arbeitsverhältnisse nimmt zu" / Verkehrsübergang am Seetor schaffen

"Immer mehr Sonntage werden Einkaufstage"

Rinteln (ur). Für die Nordstadt beklagt neben anderen Lesern auch Hans-Wilhelm Jaeschke , dass es dort zur Nachtstunde keineöffentliche Beleuchtung mehr gibt. Seine Nachfrage bei der Stadt ergab, dass dieser Zustand jetzt täglich zwischen Mitternacht und 5.30 Uhr gelten soll. Jaeschke sieht dadurch Fußgänger auf dem Heimweg ebenso gefährdet wie Leute, die zur Frühschicht müssen. "Außerdem lockt solche verordneteDunkelheit lichtscheues Gesindel an." Man solle wenigstens dem Beispiel anderer Städte folgen und die Beleuchtung lediglich reduzieren, statt ganz auf Null zu schalten.

Diese Kritik teilt auch Angelika Wagner , die imübrigen meint, dass es ja heute über entsprechende Lampen auch andere Möglichkeiten gäbe, Energie zu sparen, ohne gleich die Bürger vollständig im Dunklen tappen zu lassen. Astrid Wollny zeigt sich besorgtüber die Entwicklung, die in der Anerkennung von Bückeburg als "Ausflugsort" zum Ausdruck kommt und in Rinteln seine Fortsetzung finden soll: "Immer mehr Sonntage werden damit ohne weitere Hürde zu Einkaufstagen gemacht - mit fatalen Folgen für das Personal und seine Familien." Es komme dadurchnicht zu Mehreinstellungen, sondern lediglich die Zahl der ungeschützten Kurzzeit- Arbeitsverhältnisse nehme zu: "Und die darin Beschäftigten stehen heute schon als Kerngruppe der Altersarmen von morgen fest." Sie frage sich, warum weder Gewerkschaften noch Kirchen gegen diesen schleichenden Prozess der Entrechtung antreten. Almut Korff moniert den "Fortbildungstag" am Ernestinum und "vermutlichähnliche" Maßnahmen an anderen Schulen: "Die Zeit ist durch das verkürzte Abitur ohnehin sehr knapp. Da muss man doch erwarten können, dass die Lehrer solche Dinge während der Schulferien durchführen, die ja zumindest offiziell nur zum Teil als Ferienzeit für die Pädagogen gelten." Wenn derreguläre Unterrichtsablauf schon wenigeTage nach Beginn des Schuljahres wieder unterbrochen werde, sei das für die Schüler eine erhebliche Beeinträchtigung bei der Wiedergewöhnung an die Schule: "Ich sage das ausdrücklich als ehemalige Lehrerin!" Animiert durch unseren Beitrag zum geplanten Seniorenheim am Seetor schlägt Silke Jonasson vor, in diesem Bereich einen Verkehrsübergang für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen: "Gerade vor Beginn der Fußgängerzone drehen viele noch einmal richtig auf. Und da hier viele Schulkinder die Straße überqueren, wäre ein Überweg sehr sinnvoll, nicht erst, wenn hier auch Senioren wohnen!" Ausdrücklich weist Nurgül Öz vom Restaurant "Aladin" darauf hin, dass es sich bei dem Vortragsabend des Geistheilers Willi James Gesemann am Freitag, 29. August, um 19 Uhr in ihren Räumen nicht um etwas Esoterisches, sondern um etwas Spirituelles handelt. Anmeldungen unter (05751) 932266. Angelika Grießbach aus Großenwieden stammt aus der Landwirtschaft und war mit anderen Familien vom Bauernhof entsetzt über den Zeitungsartikel mit der toten Kuh, die nach ihrem Erschießen abgebildet wurde: "Das ist nicht mehr Dokumentation, sondern zielt auf Sensationsgier und niedere Instinkte wie bei der Bildzeitung." Auch so einem Lebewesen müsse seine Würde zugesprochen werden. Mehrere Anrufe würdigten das Durchhaltevermögen der jungen Catcher aus Ahe-Kohlenstädt beim Sportfest des SV Engern: "Toll, dass die sich durch das Wetter nicht entmutigen ließen und noch so gute Leistungen brachten!" Lisa Büthe bedauert das Ende der olympischen Spieleüber alle Maßen und meint: "Wie viel Spannung, Unterhaltung und Emotionalität wurden dadurch in den letzten Wochen über das Fernsehgerät vermittelt - und jetzt müssen wir uns tagsüber wieder mit albernen Serien begnü- gen!" Vielleicht wäre es besser, wenn die Programmverantwortlichen wenigstens die Höhepunkte aus Peking noch einmal wiederholen würden. Imüberregionalen Teil unserer Zeitung war zu lesen, dass von nur acht Prozent der Spitzen-Steuerzahler rund 79 Prozent der Steuern gezahlt würden. Karl Eckel aus Kankenhagen kritisiert, dass man in diesem Zusammenhang nicht erwähnt, über wie viel mehr Geld diese Spitzenverdiener gegenüber dem Rest der Bevölkerung verfügen.




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