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Wellness-Urlaub für die ganze Familie am österreichischen Faaker See

Im Zentrum von etwas Gutem

Wer hierherkommt, ist nass. Aber meist nicht mehr lange. Denn das graue Holz wärmt von unten, von oben scheint die Sonne. So liegt man auf dem Holz, lässt sich von Wind und sanften Wellen schaukeln und blinzelt in den mit Wolken betupften Kärntener Himmel. Bevor man schläfrig wird, könnte man ja mal ein Experiment machen. Zum Beispiel dieses: Man rutscht rücklings bis zur Kante des kleinen Badefloßes im Faaker See, lässt den Kopf nach hinten über die Plattform kippen – und sieht die Welt nach Baselitz-Art. Sieh mal einer an, wie der See jetzt aussieht: Licht und hell wie der Himmel ist er geworden, der Himmel dagegen ist die stählerne Platte, die eben noch der See war, die Berge tunken ihre Gipfel ins helle Blau, und weiße Wölkchen treiben über den weiten See. Die Welt steht kopf. Schön. Und kein Motorboot ist zu hören, keine Stranddisko, nur das Zwitschern der Vögel und das ferne Lachen der Kinder am Strand.

Autor:

Ronald Meyer-Arlt

Einer der wärmsten Seen in Kärnten

Der Faaker See, in den siebziger Jahren beliebtes Reiseziel für Familien, ist stiller geworden. Früher war er sehr voll und sehr bunt: orangefarbene Schlauchboote auf dem Wasser, Piz-Buin-Sonnenöl-Reklame überall an den Wänden der Umkleidekabinen. Heute ist der See vornehmlich türkis, das liegt an den Mineralien, die von den Bächen der nahen Karawankengipfel heruntergespült werden. Der Faaker See ist einer der wärmsten Badeseen Kärntens. An seiner tiefsten Stelle geht’s nur 30 Meter nach unten. Aber ein stilles Wasser ist er durchaus. Vor allem am Morgen. Dann liegt er ruhig da, ein bisschen Dunst hängt in der Luft, und wer hier schwimmt, fühlt sich wie im Zentrum von etwas Gutem. Das Wasser des Faaker Sees ist überaus frisch: Durch starken Zu- und Ablauf wird sein Inhalt alle 14 Monate komplett ausgetauscht. So ist der See ein beliebtes Revier für Wellnessfreunde aller Art.

Kinder sind natürlich willkommen. Und manchmal lässt sich beides verbinden: Der Karnerhof, eines der schönsten Quartiere direkt am See, etwa bietet Wellness auch für Kinder an. Für Mädchen gibt es Gesichtsbehandlungen, für Jungen sanfte Rückenmassagen. Selbst Babymassagen hat die Wellnessabteilung im Programm.

Mädchen im Teenageralter haben naturgemäß das größte Interesse daran, Wellness auszuprobieren. Danach fühlen sie sich wie Prinzessin Lillifee, wenn sie von Heidi Klum gelobt wird. Abends, beim Vier-Gänge-Menü, strahlen sie ihre Eltern an – und auf ihren Wangen leuchtet ein Rot, das nichts mit Kosmetik zu tun hat.

Wellness zwischen hohen Tannen

Die Jungen nehmen das nicht so ernst. Ihre Wellness sieht anders aus. Und für die ist keine Kosmetikerin und kein Masseur zuständig, sondern Walter. Walter ist einer, der schon mal barfuß ins Restaurant kommt. Er darf das. Walter Mamedof ist im Karnerhof für die Outdooraktivitäten zuständig: Rafting auf der Gail, Wandern auf den Mittagskogel, Klettern im Hochseilgarten. Es dauert keine zwei Minuten, da ist er Kumpel für die Kinder. Schwer begeistert kommen die von den Ausflügen zurück.

Auf einem Parcours zwischen hohen Tannen übt man sich im Umgang mit Sicherungsseilen und Karabinerhaken. Dann kommt der Höhepunkt: die „Flying Fox“. Zwei Drahtseile sind über ein Tal gespannt, eins für die Hin-, eins für die Rückfahrt. Mit einem winzigen Bügel aus drei Metallrollen hängt man sich ans Seil, zwei Karabinerhaken für die Sicherheit und los geht’s. Sechzig Meter unter einem rauscht ein schmaler Bach, mäandert eine Straße. Zwanzig Zentimeter über einem knattern die Rollen übers straff gespannte Seil. Der Wind pfeift um die Ohren und das Adrenalin schießt in die Blutbahn. Das ist natürlich auch eine Art von Wellness.

Weitere Informationen: Kärnten Information, Casinoplatz 1, 9229 Velden, Tel. (00 43) 463-30 00, im Internet: www.kaernten.at.




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