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Am Stauende den Hintermann beobachten und den ersten Gang eingelegt lassen

Im Stau nicht die Geduld verlieren

Rinteln (blc). Der Start in den Urlaub beginnt häufig hektisch. Es wird schnell gepackt, damit die Fahrt bald losgehen kann. Aber gerade das falsche Packen kann böse Folgen haben:

Das Auto richtig beladen: Koffer, Spielgeräte, Hundekorb und sonstige Utensilien müssen so gepackt werden, dass für jeden genügend Platz bleibt und die Sicht aus dem Auto heraus in keine Richtung versperrt wird. Das ist häufig eine logistische Meisterleistung, die aber wichtig ist. Ungesicherte Ladung und eingeschränkte Sicht können Unfälle zur Folge haben.

Ferienzeit ist Stauzeit auf Autobahnen. Gerade am Stauende kommt es häufig zu schweren Verkehrsunfällen. Um bestehende Staus zu meiden ist es sinnvoll, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren und während der Fahrt den Verkehrsfunk einzuschalten. Wird ein größerer Stau gemeldet, sollte man rechtzeitig die Autobahn verlassen und den ausgeschilderten Umleitungsstrecken folgen.

Anzeichen für Staubildung beachten: Ein Stau kündigt sich häufig durch zäh fließenden oder stockenden Verkehr an. Schon jetzt sollte ein sicherer Abstand zum Vordermann eingehalten und vorausschauend gefahren werden. Tempo anpassen.

Gleitend bremsen: Wer auf ein Stauende zufährt, sollte gleitend bremsen. Den Hintermann im Rückspiegel beobachten und durch die Warnblinkanlage warnen. Nicht abrupt bremsen, wenn es nicht unbedingt nötig ist, um den Nachfolger nicht zu unkontrollierten Bremsmanövern zu zwingen.

Gang eingelegt lassen: Am Stauende den ersten Gang eingelegt lassen und weiter den rückwärtigen Verkehr beobachten. Erkennt Sie ein weiteres Fahrzeug zu spät, können Sie so noch nach rechts auf den Seitenstreifen oder links Richtung Mittelstreifen ausweichen. Warnblinkanlage ausschalten, wenn das nachfolgende Fahrzeug seine Blinker eingeschaltet hat.

Rettungsgasse bilden: Schon beim Heranfahren an den Stau an die Rettungsgasse für Polizei und Krankenwagen denken. Wenn der Verkehr erst einmal steht, ist das Bilden einer Gasse fast unmöglich. Bei zwei- und vierspurigen Autobahnen sollte die Gasse in der Mitte sein, bei dreispurigen Autobahnen zwischen der linken und der mittleren Spur.

Ungeduld bringt nichts: Häufiges Fahrbahnwechseln hilft nicht, schneller weiter zu kommen, es trägt eher zum Verschlimmern des Staus bei. Am besten wird die eigene Spur gehalten. Rechts darf je nach Verkehrsfluss im Stau schneller gefahren werden als links.

Motorräder: nicht „schlängeln“: Zu ihrer eigenen Sicherheit sollten Zweiradfahrer darauf verzichten, sich zwischen den Autos durchzuschlängeln. Man rechnet als Autofahrer nicht mit ihnen. Unvermitteltes Türöffnen oder ein Fahrspurwechsel kann leicht zu riskanten Gefahrensituationen.

Standstreifen nicht befahren: Es ist streng verboten, den Standstreifen als Abkürzung zur nächsten Ausfahrt zu nutzen. Ausnahme ist nur, wenn die Polizei bei langen Staus die Spur ausdrücklich freigibt.

Reißverschlussverfahren: Vor Spurverengungen sollten alle Spuren vollständig ausgenutzt werden. Das Einfädeln nach dem Reißverschlussverfahren ist gesetzlich vorgeschrieben.

Blaulicht im Rückspiegel: Wenn man das Martinshorn hört, reagiert man leicht hektisch. Orientieren Sie sich erst, woher das Signal kommt. Müssen Sie ausweichen, setzen Sie in jedem Fall den Blinker, um dem Rettungsfahrzeug ihre Ausweichrichtung anzuzeigen. Auf einer zwei- oder mehrspurigen Straße fahren die linken Fahrzeuge nach links, alle anderen Autos nach rechts, auch die aus der mittleren Spur.

Nicht aussteigen: Aussteigen ist auf Autobahnen prinzipiell verboten.

Motor abstellen: Ist der Verkehr völlig zum Erliegen gekommen, sollte der Motor abgestellt werden. Das lohnt sich schon ab 20 Sekunden.

Unfallstellen vorsichtig passieren: Ist der Stau durch einen Unfall entstanden, passieren Sie die Unfallstelle besonders vorsichtig, aber dennoch zügig. Immer damit rechnen, dass andere Verkehrsteilnehmer sich ablenken lassen.

Dinge, die im Stau nützlich sind: Mineralwasser und trockene Kekse helfen allen Insassen, vor allem Kindern. Warme Kleidung auch im Sommer mitnehmen. Abends oder nachts kann es bei abgestelltem Motor ungemütlich kühl werden im Auto.




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