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Naturfreunde entdecken die Artenvielfalt der Sandsteinbrüche: Lurche, Molche, Meisen und Finken sind schon aktiv

Im Reich der Lurche und Nadelbaumspezialisten

Obernkirchen/Auetal (mj). Durch die angestiegenen Temperaturen sind die ersten Störche schon in unserer Region eingetroffen, Frösche und Kröten wandern über die Straßen und die auch ersten Meisen brüten schon. Der Gelbbauchunke ist das Wetter aber noch zu kalt. Sie wurde auf der letzten Familienwanderung vom Naturschutzbund Auetal noch nicht in ihrem Lebensraum gefunden.

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Marc Jameson, Jugendwart vom Nabu-Auetal, traf sich mit sieben Kindern an der ehemaligen NATO-Station um dort die Rundwanderung auf dem Bückeberg zu starten. Über die Asphaltstraße ging es runter zum ehemaligen "Berggasthaus Walter". Nach einer kurzen Rast ging es in die Obernkirchener Sandsteinbrüche. Dort ergibt sich durch den Gesteinsabbau eine besondere Vielfalt neuer Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt. Hier ist in flachen Gewässern, Tümpeln und Wagenspuren das Reich der Gelbbauchunke. "Sie ist die einzige Art in Schaumburg, die herzförmige Pupillen und eine gelbschwarze Warnfarbe auf der Unterseite hat," erklärt Jameson, der seiner Gruppe die seltene Art leider auf nur Fotos zeigen konnte. "Das Wetter ist ihr wohl noch zu kalt." Ein weiteres Problem sieht Jameson im Steinbruch: Dort wurden wichtige Laichgewässer der Unke zerstört. Anders sah es schon in der Welt der Schwanz- und Froschlurche aus. Felix und Leonie Wilkening aus Klein Holtensen fingen mit ihrem Vater den ersten Grasfrosch. Die Frösche haben in den Gewässern schon ihre Laichbälle abgelegt. Die Molche waren auch schon recht munter und so haben sich die Männchen der Berg-, Faden- und Teichmolche für die Weibchen ins Prachtkleid geschmissen. Als man jeden Bewohner unter die Lupe genommen hatte, ging die Wanderung weiter. Nun marschierten die Naturfreunde zur Foxeiche und von dort aus zum Höheweg, wo man die stattlichen alten Fichten bewundern konnte. Da alle Fichten früher für die Glas- und Bergbauindustrie angepflanzt wurden, gehören sie nicht zu der natürlichen Vegetation. Auf diesem Weg konnte man zugleich die "Nadelbaumspezialisten" beo- bachten: Hauben- und Tannenmeise, das Wintergoldhähnchen und der Kleiber, der mit seinem lauten Ruf schon von Weitem zu hören ist. "Eine unverkennbare Vogelstimme in unseren Wäldern und Parks," erläutert Jameson. Noch ein Sänger war der bunte Buchfink. Sein lauter Gesang ist schon seit Februar zu hören: Er besteht aus etwa einem Duzend kräftiger, leicht abfallender Schmettertöne, die mit einem Schnörkel enden. Sein Ruf, der oft in geringem Abstand wiederholt wird, begleitete die Gruppe noch bis zur ehemaligen NATO-Station, wo mit einem Trommeln des Schwarzspechtes die Nabu-Familienwanderung auch wieder endete.



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