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Rübenanbauer kooperieren seit 25 Jahren mit Maschinenpark

Im Dienste der Zuckerrübe

BUCHHAGEN. Wenn Karl-Friedrich Meyer auf der Jubiläumsfeier in der Gastronomie Mittendorf auf die seit 25 Jahren bestehende, landwirtschaftlich organisierte Zuckerrüben-Rode-Gemeinschaft (ZRG) zurückblickt, dann auch immer im Zusammenhang mit der Firma Holmer Maschinenbau GmbH aus Schierling

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Autor

Julia Alin Reporter

. Es war wenige Jahre nach dem Fall der Mauer, als sich die Ereignisse überschlugen. Auf einmal gab es ganz andere Strukturen und mit der Agrarreform 1993 ein anderes Kostenbewusstsein. Die Rodekosten konnten mit einem Rübenroder der Firma Holmer deutlich unterschritten werden. Die Gründung der ZRG durch die Landwirte Uibeleisen, Strüver, Söffker, Winkhaus und Meyer mit dem Lohnunternehmer Hasse nahm ihren Lauf und es wurden zur Rübenernte 1993 zwei neue Holmer Rübenroder bestellt. Im Herbst stand eine Fläche von 1400 Hektar zur Verfügung, davon 370 Hektar Gesellschafterfläche.

Die Landwirte mussten damals umdenken und absprechen, wie man in den Rodeplan passt – heute ganz normal. Im Jahr 1995 öffnete sich die Gesellschaft auf 22 Gesellschafter, der dritte Roder wurde angeschafft. Ab der Kampagne 1997 wurde dann mit vier Rodern gearbeitet. Und so verwundert es nicht, dass im vergangenen Jahr im Gebiet entlang der Weser zwischen Holzminden und Stadthagen von Steinheim bis Hildesheim über 5000 Hektar Zuckerrüben gerodet wurden. Davon waren rund 70 Prozent Gesellschafterfläche und 30 Prozent Lohnarbeit. Hierfür waren fünf neue T4-Roder mit drei Achsen der Firma Holmer eingesetzt.

„Höhere Leistung pro Tag, weniger Dieselverbrauch, Verzicht auf den Pflug zur nachfolgenden Weizenbestellung, alles trug zur Kostenreduzierung bei, und so sind wir stolz darauf, in den letzten 25 Jahren fast 50 neue Maschinen aus dem Hause Holmer gekauft zu haben. „Damit wurde auch die technische Weiterentwicklung unserer Gesellschaft geprägt“, meinte Karl-Friedrich Meyer.

Die Gründung der ZRG zog aber auch andere Entwicklungen nach sich. So wurde 1994 die Lade- und Reinigungsgesellschaft (LRG) Deister Weser gegründet, die heute im Anschluss an die Rübenernte mit drei Lademäusen der Firma Holmer über 600 000 Tonnen Rüben verlädt, um sie in die Zuckerfabriken zu bringen. Daneben wandelte sich durch den Wegfall von Dieselbeihilfe, der Wunsch nach höheren Ladungen und geringerer Verkehrsbelastung aber auch die Abfuhrstruktur der Rübenfahrzeuge. Hier musste optimiert werden. Mit der Landwirtschaftlichen Transportgemeinschaft Weserbergland (LTW) wurde eine dritte Gesellschaft gegründet. Diese kann zur Zeit auf bis zu 50 Lkw zurückgreifen (die Hälfte davon sind eigene Fahrzeuge der GbR).




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