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Zu Besuch bei Planet Emily-Sängerin Carolin Schmieding / „Auf der Bühne gebe ich alles“

Ihre musikalische Visitenkarte kann sich sehen lassen

Wenn es um gute, handgemachte deutsche Rockmusik geht, werden sie von vielen schon heute in einem Atemzug mit Bands wie Silbermond, Madsen und Revolverheld genannt. Dass man nicht Teil eines Turbo-Marketing-Konzepts war, in der viele Casting-Show-Gewinner gnadenlos verheizt wurden, sind die Bandmitglieder von Planet Emily stolz.

Daniela (links) und Carolin gründeten 2006 die Band Planet Emily.

„Insbesondere im letzten Jahr ist die Band mehr und mehr gewachsen, vieles wurde verfeinert, bis wir endlich da angekommen sind, wo wir immer hin wollten. Das hat einige Zeit gedauert, sich aber letztendlich ausgezahlt. Zurzeit genießt die Fertigstellung des neuen Albums oberste Priorität. Das ist nicht immer einfach, da wir auch noch zwischen den Studioarbeiten Live-Konzerte geben“, erklärte uns Carolin zu Beginn des Interviews, das wir in ihrem Elternhaus in der Nähe von Hameln führten.

Die Sängerin der „Planeten“ hatte im letzten Jahr erfolgreich ihr Abitur bestanden und danach ein Jahr an der Leibniz-Universität in Hannover Wirtschaftswissenschaften studiert. Für das nötige Kleingeld in ihrem Portemonnaie sorgten zwischendurch unter anderem Jobs bei REWE – zurzeit ist „Caro“ bei einem Logistik-Unternehmen in Hameln beschäftigt.

Carolin: Wir hoffen, dass es mit Planet Emily weiter aufwärts geht und wir vielleicht einmal von der Musik leben können – falls nicht, werde ich weiter studieren, versuchen meinen Bachelor und Master zu machen und mich danach in die Berufswelt stürzen.

Kurz nach dem Interview ging’s im eigenen Bus wieder auf Tour – immer dabei: Carolins Vater Jürgen, der auch das Man
  • Kurz nach dem Interview ging’s im eigenen Bus wieder auf Tour – immer dabei: Carolins Vater Jürgen, der auch das Management der Band übernommen hat.
Planet Emily weiter auf Erfolgskurs. Von Links nach rechts: Timo, Daniela, Peter und Carolin.
  • Planet Emily weiter auf Erfolgskurs. Von Links nach rechts: Timo, Daniela, Peter und Carolin.
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Das Quartett ist froh, dass sich das Platten-Label „Coconut“ auf eine längere Zusammenarbeit mit der Band entschieden hat, ihnen die Freiheit einräumt, ausschließlich eigene Songs auf dem zweiten Longpalyer zu verewigen.

Carolin: Es wird ein sehr autobiografisches Album werden – gute Freunde und unsere Fans werden sofort erkennen, welches Bandmitglied bei welchem Song in den Vordergrund gerückt wird. Ob Liebeskummer, Glücks- oder Pechsträhnen, Kuriositäten aus dem Tour-Alltag – eigentlich alles was uns in letzter Zeit so widerfahren ist, haben wir in den Texten verarbeitet. Die Texte schreibe überwiegend ich, Daniela schaut drüber und verfeinert. Peter und Timo sind mehr auf der musikalischen Seite aktiv. Wenn wir es zeitlich hinbekommen, wollen wir unser zweites Album noch dieses Jahr veröffentlichen.

Anfang des Jahres verließ Gitarrist Lennart Baetge die Gruppe auf eigenen Wunsch, für ihn kam Peter Kuhtz, der die Band bereits in den letzten Monaten als Tonmann begleitet hat. Er ist 23 Jahre alt und hat eine Ausbildung als „Audio Engineering“ in Hamburg absolviert.

Carolin: Freundin, Studium, Auftritte, Studioarbeiten – letztendlich war das alles Lennart über den Kopf gewachsen und er hat rechtzeitig die Reißleine gezogen.

„Made in Germany“ ist wieder in – der einst brachliegende Deutschrock wird seit Jahren durch Bands wie Revolverheld, Madsen und auch Planet Emily neu belebt. Zwar sind englischsprachige Songs zurzeit kein Thema bei Planet Emily – doch wie heißt es doch so schön: „Sag niemals nie“.

Carolin: Wir werden auch in Zukunft als Band weiter deutsche Songs schreiben, ich habe aber schon mit der italienischen Gothic-Formation „Vlad In Tears“ eine wunderschöne Ballade in englischer Sprache aufgenommen. Den Song haben die Jungs auch auf eines ihrer Alben gepackt.

Fragt man Carolin Schmieding nach ihren musikalischen Highlights, denkt sie gerne an den Auftritt mit Pur zurück. In Hameln wurden sie von der Band als „special guest“ verpflichtet. Auch die REWE-Family-Tour und der „ZDF-Fernsehgarten“ sind der Sängerin gut in Erinnerung geblieben.

Carolin: Das waren alles tolle Erlebnisse für die Band und mich – doch unser Auftritt bei „The Dome“ zählt zu meinem absoluten Highlight. Da wurden wir auf höchstem Niveau als Künstler betreut und verwöhnt, in einer Stretch-Limo chauffiert und vom Blitzlichtgewitter auf dem roten Teppich und an der Pick-Up-Wand fast erschlagen.

Die Ampel steht auf „Grün“ – freie Fahrt für eine Band, die durch eiserne Disziplin und unbändige Spielfreude dem Rock-Olymp ein großes Stück näher gekommen ist. „Let The Dream come true“ – wünschen wir dem Quartett, dass sie ganz oben ankommen.

„Ich spiele nicht gut, aber für die eine oder andere Komposition reicht es“, verriet uns Carolin.



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